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16.06.2016

15:18 Uhr

Egyptair-Absturz

Ermittler bergen Flugschreiber der Unglücksmaschine

Einen Monat nach dem Absturz einer Egyptair-Maschine ist im Mittelmeer einer der Flugschreiber geborgen worden. Die Ermittler erhoffen sich vom Cockpit-Stimmenrekorder Erkenntnisse über das Flugzugunglück.

Die Egyptair-Maschine war am 19. Mai auf dem Weg von Paris nach Kairo verschwunden. Alle 66 Menschen an Bord kamen ums Leben. dpa

Unglücksmaschine

Die Egyptair-Maschine war am 19. Mai auf dem Weg von Paris nach Kairo verschwunden. Alle 66 Menschen an Bord kamen ums Leben.

KairoVier Wochen nach dem Absturz einer EgyptAir-Maschine über dem Mittelmeer ist einer der beiden Flugschreiber gefunden worden. Von dem in mehrere Teile zerbrochenen Stimmrekorder sei der Teil mit den Audioaufzeichnungen geborgen worden, teilte die ägyptische Luftfahrtbehörde am Donnerstag mit. Es handele sich um den „wichtigsten Teil“ des Voice Recorders.

Die Besatzung des französischen Spezialschiffs „John Lethbridge“ hatte zuvor die Ortung von Wrackteilen des Flugzeugs gemeldet. Der Fundort lag demnach rund 290 Kilometer nördlich der ägyptischen Küste. Das Ortungsschiff hat neben diversen Peil- und Aufnahmegeräten einen Tauchroboter an Bord, der den Meeresgrund bis zu einer Tiefe von 6000 Metern absuchen und Bildaufnahmen machen kann.

Das ist die Fluggesellschaft Egypt-Air

Staatliche Fluggesellschaft

Egypt-Air ist die staatliche Fluggesellschaft Ägyptens. Die Airline ist seit 2008 Teil des internationalen Luftfahrtbündnis Star Alliance, zu dem auch die Lufthansa gehört.

Flotte

Die Gesellschaft betreibt eine Flotte aus rund 80 Maschinen und fliegt vor allem mit modernen Flugzeugen der großen Hersteller Boeing und Airbus.

Alter der Maschinen

Das Durchschnittsalter der Flieger lag laut Egypt-Air zuletzt bei rund 10 Jahren. Damit liegt die Airline im üblichen Rahmen, bei der Lufthansa sind die Maschinen im Schnitt ein wenig älter, bei Emirates etwa deutlich jünger.

Modelle

Das häufigste Muster ist die Boeing 737 mit 20 Flugzeugen, gefolgt vom Airbus A320 mit 13 Maschinen.

Geschichte

Die Fluglinie wurde im Mai 1932 gegründet und war nach eigenen Angaben damit die erste Airline im Nahen Osten und in Afrika.

In den Schlagzeilen

In die Schlagzeilen geriet Egypt-Air Ende März, als ein Mann mit der Attrappe eines Sprengstoffgürtels einen Flieger nach Zypern entführte – die Tat hatte keinen terroristischen Hintergrund, niemand wurde verletzt.

Quelle: dpa

Flug MS804 von Paris nach Kairo war am 19. Mai mit 66 Menschen an Bord ins Mittelmeer gestürzt. Von den Insassen stammten 40 aus Ägypten und 15 aus Frankreich, die übrigen aus neun weiteren Ländern. Die Absturzursache ist bislang unklar. Kleinere Wrackteile und persönliche Gegenstände von Insassen des Flugs waren bereits im vergangenen Monat gefunden worden.

Kurz vor dem Verschwinden des Airbus' von den Radarschirmen wurden über das automatische Kommunikationssystem Acars zwei Minuten hindurch Meldungen abgesetzt, nach denen zehn Alarmsignale in Gang gesetzt worden waren. Diese Signale wurden durch Rauch im Cockpit, in einer Toilette und in einer Abteilung unterhalb des Cockpits ausgelöst. Ferner wurde mitgeteilt, dass die zentrale Flugsteuerung ausgefallen war.

Sucharbeit im Mittelmeer

EgyptAir-Absturzstelle soll geortet worden sein

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