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31.05.2011

17:11 Uhr

EHEC-Ursachenforschung

Spanien erwägt Entschädigungsforderung an Deutschland

Spanische Gurken haben nicht die EHEC-Welle in Norddeutschland ausgelöst - und die Spanier haben das von Anfang an auch gesagt. Nun stehen dem Bund vielleicht sogar Schadensersatzforderungen ins Haus.

Spanien erwägt Entschädigungsforderungen gegen Deutschland. Quelle: dapd

Spanien erwägt Entschädigungsforderungen gegen Deutschland.

Die spanische Regierung zieht Entschädigungsforderungen an Deutschland wegen der Warnung vor Ehec-Erregern an Gurken aus Spanien in Betracht. Deutschland habe Spanien ohne Beweise die Schuld für die Infektion zugeschoben und der spanischen Landwirtschaft damit irreparablen Schaden zugefügt, sagte die Gesundheitsministerin des Landes, Rosa Aguilar, am Rande des informellen EU-Agrarministertreffens in Ungarn am Dienstag. Nun sei bewiesen und von Deutschland eingeräumt, dass spanische Gurken nicht die Ursache der Krankheit seien. Ihre Regierung werde um eine Entschädigung für die enormen Verluste der spanischen Bauern bitten. „Wir werden ... sehen, ob wir von Deutschland finanzielle Verantwortung für die verursachten Schäden fordern“, ergänzte sie.

Der Hamburger Senat warnte vergangene Woche über ein EU-Frühwarnsystem für gefährliche Produkte und Lebensmittel vor spanischen Salatgurken, nachdem ein Hygieneinstitut der Stadt zunächst die Erreger der gefährlichen Darminfektion auf Gurken aus Spanien gefunden hatte. Am Dienstag hieß es dann, die Bakterien auf zwei der vier untersuchten Gurken hätten nicht mit dem bei den Patienten festgestellten Erreger-Typ von Ehec übereingestimmt. Nach spanischen Medienberichten haben die Bauern Südspaniens seit der Warnung täglich sieben bis acht Millionen Euro Verlust gemacht.

 

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