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20.01.2015

19:01 Uhr

Ehemaliges „Traumschiff“

Verkauf der MS Deutschland geplatzt

Aus der Traum. Der Verkauf des ehemaligen „Traumschiffs“ ist geplatzt. 48 Mitarbeitern der Reederei droht die Kündigung. Die 50 Mann starke Stammbesatzung der „Deutschland“ darf bleiben. Wie lange ist aber fraglich.

Der Verkauf des Kreuzfahrtschiffs „MS Deutschland“ ist vorerst gescheitert. dpa

Der Verkauf des Kreuzfahrtschiffs „MS Deutschland“ ist vorerst gescheitert.

NeustadtDie Verhandlungen zum Verkauf der insolventen „Deutschland“, des einstigen ZDF-„Traumschiffs“, sind vorerst gescheitert. Die seit mehreren Wochen laufenden Gespräche mit einem potenziellen Investor seien abgebrochen worden, nachdem der mehrere Fristen versäumt hatte, sagte der Sprecher des Insolvenzverwalters Reinhold Schmid-Sperber am Dienstag.

Den 48 Mitarbeitern der Reederei Deilmann drohe damit die Kündigung. 30 von ihnen würden sofort von der Arbeit freigestellt. Es fehle das Geld für Löhne und Gehälter, sagte der Insolvenzverwalter auf einer Betriebsversammlung am Deilmann-Stammsitz in Neustadt (Schleswig-Holstein). Es laufen Sozialplan-Verhandlungen mit dem Betriebsrat. Die aus 50 Personen bestehende Stammbesatzung des Schiffes, das in Gibraltar vor Anker liegt, solle dagegen weiterbeschäftigt werden, um seinen Betrieb sicherzustellen.

Alle geplanten Reisen der aus der TV-„Traumschiff“-Reihe bekanntgewordenen „Deutschland“ wurden abgesagt. „Wir haben uns zu diesem Schritt entschlossen, um Gästen und Vertriebspartnern Planungssicherheit zu geben“, sagte Schmid-Sperber. Passagiere, die bereits Zahlungen geleistet haben, bekämen ihr Geld über den Kundengeld-Absicherer zurück, versicherte er.

Jetzt verhandelt Schmid-Sperber nach Angaben seines Sprechers mit potenziellen Investoren, die ebenfalls Gebote abgegeben hatten, jedoch zunächst nicht zum Zug gekommen waren. Zu deren Anzahl und zur Höhe ihrer Angebote machte er keine Angaben.

Auf dem Schiff und seiner Eigentümerin, der „Deutschland“ Beteiligungsgesellschaft, lasten nach früheren Angaben des Insolvenzverwalters 60 Millionen Euro Schulden. Dazu kämen noch rund zwei Millionen Euro Außenstände der Reederei. Das Insolvenzverfahren für beide Unternehmen ist Anfang Januar am Amtsgericht Eutin eröffnet worden. Für den 20. Februar ist eine erste Gläubigerversammlung geplant. Allein die Beteiligungsgesellschaft hat rund 1500 Gläubiger.

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Von

dpa

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

20.01.2015, 20:31 Uhr

Auf dem Schiff und seiner Eigentümerin, der „Deutschland“ Beteiligungsgesellschaft, lasten nach früheren Angaben des Insolvenzverwalters 60 Millionen Euro Schulden. Dazu kämen noch rund zwei Millionen Euro Außenstände der Reederei.

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Wenn eine Reederei mit Kompetenz und besseres Management das Schiff übernimmt....

kann das Schiff schon bald als eine rentable Investition sich zeigen.

Aber nicht nur kaufen...sondern daraus etwas mit Zukunft aufbauen.





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