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22.10.2014

16:19 Uhr

Ein Schluck Hitler

„Kaffeerahm-Deckeli“ zeigt Hitler und Mussolini

Geschmacklose Kaffeesahne: Ein Zulieferer der Schweizer Supermarktkette Migros hat faschistische Diktatoren auf Plastikbecher gedruckt. Mittlerweile distanzierte sich Migros vom Hersteller.

Das Schweizer Medienportal blick.ch zeigte das Foto, das ein „Leserreporter“ gemacht hatte. Screenshot

Das Schweizer Medienportal blick.ch zeigte das Foto, das ein „Leserreporter“ gemacht hatte.

BernPorträts der Diktatoren Adolf Hitler und Benito Mussolini auf Kaffeesahne-Packungen haben Empörung in der Schweiz ausgelöst. Die Supermarktkette Migros, deren Tochterfirma Elsa die Ware vertreiben hatte, entschuldigte sich am Mittwoch und sprach von einer „unverzeihlichen Fehlleistung“.

Die Motive hätten niemals ausgeliefert werden dürfen, sagte Migros-Sprecher Luzi Weber der Nachrichtenagentur sda. Die Motive seien ohne nähere Begutachtung übernommen worden. „In Zukunft werden wir unsere Kontrollen für diese Produkte drastisch verschärfen“, versprach Weber. Die Ware sei ausschließlich an Gastronomiebetriebe verkauft worden.

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Weil ein chinesischer Zulieferer Hitler nicht kannte, designte er Tassen mit dessen Konterfei für das Möbelhaus Zurbrüggen. Die Firma fürchtet, dass einige der 175 verkaufen Tassen überteuert im Netz angeboten werden.

Die Firma, die die Motive ausgewählt hatte, fand die Kritik übertrieben. Die Bilder gehörten zu einer Fotoreihe, die seit zwei Jahren für Sammler auf dem Markt sei, wird der Geschäftsführer zitiert. Er verstehe nicht, warum es jetzt zu einem solchen Medienrummel komme. Zwar sei schlimm, was unter Hitler geschehen sei, doch könne dieser Teil der Geschichte nicht ignoriert werden.

Dabei ist das Unternehmen bereits Anfang Oktober negativ in den Schlagzeilen aufgefallen. Migros hatte sich einen groben und gleichermaßen peinlichen Übersetzungsfehler bei einer neu eingeführten Bratbutter geleistet. Auf dem Deckel des Produktes war in der italienischen und französischen Übersetzung zu lesen: «Butter um Schweizer zu braten».

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr walter danielis

22.10.2014, 18:22 Uhr

Recht hat er, der Geschäftsführer.

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