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30.12.2013

19:19 Uhr

Eingeschlossene „MV Akademik Shokalskiy“

Helikopter soll Passagiere retten

Auch der zweite Eisbrecher hat es nicht geschafft, zu der im Eis eingeschlossenen „MV Akademik Shokalskiy“ vorzustoßen. Schlechtes Wetter erschwert die Rettungsmission. Nun soll ein Helikopter eingesetzt werden.

Rettung erneut missglückt

Besatzung der „Akademik Shokalskiy” noch immer an Bord

Rettung erneut missglückt: Besatzung der „Akademik Shokalskiy” noch immer an Bord

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SydneyNach einem weiteren gescheiterten Rettungsversuch eines Eisbrechers für die im Polareis eingeschlossenen 74 Teilnehmer einer Antarktis-Expedition, soll nun ein Großteil von ihnen aus der Luft gerettet werden. Es wurde entschieden, 52 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder mit einem Helikopter von dem chinesischen Eisbrecher „Snow Dragon“ aus zu retten, wie die russische Nachrichtenagentur Itar-Tass am Montag unter Berufung auf das russische Außenministerium berichtete. Wann der Rettungseinsatz von dem Schiff starten sollte, das am Montag in der Nähe des Forschungsschiffs „MV Akademik Shokalskiy“ lag, und wann die übrigen 18 Menschen gerettet werden sollten, wurde zunächst nicht bekannt.

Ein gefährlicher Schneesturm hatte zuvor den neuesten Rettungsversuch vereitelt. Die Menschen waren seit mittlerweile sechs Tagen im Polareis eingeschlossen. Der Sturm zwang den australischen Eisbrecher „Aurora Australis“ am Montag zur Umkehr. „Das Wetter war heute schockierend“, twitterte Expeditionsleiter Chris Turney am Montag. „Aurora kam nicht durch. Vielleicht morgen?“

Die „Aurora“ kam zwar bis auf 18 Kilometer an das Forschungsschiff mit Wissenschaftlern, Touristen und Besatzung an Bord heran. Die Sichtverhältnisse verschlechterten sich aber derart, dass eine Weiterfahrt zu gefährlich gewesen wäre, teilte das Rettungszentrum der australische Seesicherheitsbehörde (Amsa) mit. Der Eisbrecher kehrte vorerst aufs offene Meer zurück.

Einige Passagiere schickten ungeachtet des Schneesturms noch am Morgen fröhliche Videogrüße ab. „Es ist ein fantastisches Abenteuer“, versicherte John Black eingemummelt in einen dicken Anorak mit Mütze. Er musste schreien, um den heulenden Wind zu übertönen. „Wir waren ja auf Abenteuer eingestellt, aber dies sprengt alle Erwartungen.“ Mit Schneemütze, -brille und dickem Parka stand auch Terry Gostlow an Deck: „Wir sind alle bester Laune, alles gut hier in der Antarktis.“ Dann kam die Hiobsbotschaft des gescheiterten Rettungsversuchs.

Die „Aurora“ sollte dem Forschungsschiff einen Weg aus dem Eis bahnen. Es war der dritte und letzte Eisbrecher in der Region 2800 Kilometer südlich der australischen Stadt Hobart, der für eine Rettungsmission infrage kam. Die „Shokalskiy“ war dort am ersten Weihnachtstag auf dem Rückweg nach Neuseeland plötzlich vom Eis eingeschlossen worden. Der chinesische Eisbrecher „Snow Dragon“ scheiterte vergangenen Freitag an der dicken Eisdecke, ein französisches Schiff gab schon in weiter Entfernung auf.

Die Menschen an Bord seien nicht in Gefahr, betonte das Rettungszentrum. Die Stimmung sei gut und die Vorräte reichten für Wochen. Vor der Entscheidung zum Helikoptereinsatz hatte es geheißen, dass die „Aurora“ am Dienstag einen neuen Vorstoß wagen sollte.

Von

dpa

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

30.12.2013, 12:46 Uhr

Dieses akademische Ausflugsschiff ist irgendwie ein Synonym für die gesamte Wissenschaft!

Wahnsinns_Bericht

30.12.2013, 13:26 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

HofmannM

30.12.2013, 13:33 Uhr

Jaja...wo bleibt eigentlich die Rettung per CO2-Erwärmung?!
Bitte mehr CO2 produzieren, dann klappt es auch mit der Rettung....Greenpeace und WWF könnten ja mal einige Schiffe organisieren, die dann vor Ort die Dieselmotoren laufen lassen können und damit das erwärmenden CO2 zu produzieren oder ist das mit dem CO2, zum Schluss nur Lug und Trug um für die Energiewendeabzocker noch mehr aus dem deutschen Bürger herauszupressen an EEG-Zwangsabgaben...

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