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02.09.2015

19:55 Uhr

Eingriff erfolgreich

Blutgerinnsel bei Helmut Schmidt entfernt

Wegen eines Gefäßverschlusses wurde Altkanzler Helmut Schmidt erfolgreich am rechten Bein operiert. In zwei Tagen wird er die Klinik voraussichtlich wieder verlassen können. Bis dahin gilt für ihn: Rauchverbot.

Wegen eines Blutgerinnsels wurde Altbundeskanzler Helmut Schmidt am Dienstag in die Klinik gebracht. In zwei Tagen wird er das Krankenhaus vermutlich wieder verlassen können. dpa

Operation geglückt

Wegen eines Blutgerinnsels wurde Altbundeskanzler Helmut Schmidt am Dienstag in die Klinik gebracht. In zwei Tagen wird er das Krankenhaus vermutlich wieder verlassen können.

HamburgAltbundeskanzler Helmut Schmidt ist wegen eines Blutgerinnsels erfolgreich am Bein operiert worden und kann voraussichtlich schon zum Wochenende das Krankenhaus wieder verlassen. Das teilte die Asklepios-Klinik in Hamburg-St. Georg am Mittwochabend mit. Der Gefäßverschluss am rechten Oberschenkel sei mit einem Katheter-Eingriff beseitigt worden, sagte Professor Karl-Heinz Kuck. Der 96-Jährige war am Dienstagmorgen auf die Intensivstation gebracht worden.

Es habe sich nicht um eine Operation im klassischen Sinne gehandelt, erklärte Kuck. Für den kleinen Eingriff in die Arterie sei keine Vollnarkose nötig gewesen. Es seien lediglich Medikamente gegeben worden, die einen tiefen Schlaf ausgelöst hätten. Eine Viertelstunde nach dem Eingriff war der Altkanzler demnach bereits wieder ansprechbar. „Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden“, sagte Kuck. Schmidts Arzt, Heiner Greten, pflichtete ihm bei: „Ihm geht es insgesamt gut.“

Der Patient müsse nun weiter Medikamente zur Blutverdünnung nehmen. Wenn die Heilung weiter gut verlaufe, könne Schmidt in zwei Tagen die Intensivstation wieder verlassen. „Üblicherweise wissen wir, dass seine Lust, in der Klinik zu verweilen, relativ begrenzt ist. Er wird den großen Drang verspüren, aus verschiedenen Gründen (...) sein Zuhause möglichst schnell wieder aufzusuchen“, sagte Kuck.

Altkanzler: Helmut Schmidt im Krankenhaus

Altkanzler

Helmut Schmidt im Krankenhaus

Wegen Austrocknung: Helmut Schmidt ist am Freitag ins Krankenhaus eingeliefert worden. Ein erster Verdacht auf Herzprobleme konnte schnell ausgeschlossen werden. Der Altkanzler hatte schlicht zu wenig getrunken.

Eine erste medikamentöse Behandlung am Dienstag hatte nicht den gewünschten Erfolg gebracht, sagte die Chefärztin der Angiologie, Sigrid Nikol.

Greten sagte, Schmidt sei dennoch guter Dinge gewesen und habe am Morgen sogar mit ihm gescherzt. Allerdings muss dem starken Raucher bei einer Klinikregel wohl das Lachen vergangen sein: „Es wird nicht geraucht auf der Intensivstation“, betonte Greten.

Auf die Frage, ob er seinem 96 Jahre alten Patienten nun geraten habe, seine Lebensweise zu ändern, sagte der „Leibarzt“: „Das wird er nicht tun. (...) Warum sollte er das tun?“ Zum allgemeinen Gesundheitszustand des SPD-Politikers und Mitherausgebers der „Zeit“ erklärte Greten: „Es geht ihm gut.“ Er habe Einschränkungen, und er habe viele Krankheiten durchgemacht. „Die hat er alle mannhaft überstanden“, lobte Greten, der den Altkanzler seit mehr als 30 Jahren behandelt.

Von

dpa

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