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18.01.2008

11:02 Uhr

Einigung auf Tarifvertrag

Hollywood hofft auf Streikende

Hollywood hofft auf ein baldiges Ende des Arbeitskampfes: Nach nur fünftägigen Verhandlungen haben sich die amerikanischen Film- und Fernsehregisseure mit den großen Hollywood-Studios auf einen neuen Tarifvertrag verständigt. Die Einigung könnte Bewegung in den inzwischen mehr als zehn Wochen dauernden Arbeitskampf der US-Drehbuchautoren bringen.

Der berühmte Hollywood-Schriftzug. Foto: ap ap

Der berühmte Hollywood-Schriftzug. Foto: ap

HB LOS ANGELOS. Der Verband der Film- und Fernsehproduzenten (Alliance of Motion Picture and Television Producers), dem auch die großen Studios angehören, lud den Autorenverband (Writers Guild of America WGA) zur Wiederaufnahme von Gesprächen ein. Sie waren Anfang Dezember abgebrochen worden. „Wir hoffen, dass dieses Abkommen mit den Regisseuren nun ein Zeichen für den Anfang des Endes dieser sehr schwierigen Zeit für unsere Unterhaltungsindustrie ist“, sagten acht führende Studiobosse in einer Mitteilung.

Wie die „Los Angeles Times“ am Donnerstag berichtete, verständigte sich der Verband der Regisseure (Directors Guild of America DGA) mit den Studios auf einen neuen Drei-Jahresvertrag. Er soll nach Ablauf des alten Vertrags am 1. Juli in Kraft treten. Nach den neuen Richtlinien werden die Regisseure bei einer Weiterverwertung ihrer Arbeiten im Internet mehr als das Doppelte verdienen, berichtete das Blatt. DGA-Mitglied Gil Cates sprach von einer „bahnbrechenden und substanziellen“ Einigung.

An der Frage der Honorierung für Internet- und DVD-Verwertung waren die Gespräche zwischen Drehbuchschreibern und Studios gescheitert. Die Autoren sind deshalb seit 5. November im Streik. Sie geraten jetzt unter Druck, weil sie entscheiden müssen, ob sie ähnliche Bedingungen wie die Filmemacher akzeptieren wollen. Man werde den neuen Vertrag der Regisseure „sorgfältig analysieren und bewerten“, teilte der Autorenverband mit.

Hollywood-Star George Clooney, der sich wie viele andere Schauspieler mit den streikenden Autoren solidarisch erklärt hat, hofft auf ein baldiges Streikende. „Ich bin sehr froh über die neue Übereinkunft und ich hoffe, dass sie die Verhandlungen mit der WGA beschleunigt“.

Der Einigung zwischen Regisseuren und Studios waren lange Verhandlungen hinter den Kulissen vorausgegangen. Erst als ein Kompromiss möglich schien, hatten beide Seiten die Gespräche am vergangenen Wochenende offiziell eröffnet. Der Verband der Regisseure vertritt USA-weit etwa 13 500 Film- und Fernsehregisseure und verwandte Berufe.

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