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13.04.2015

13:40 Uhr

Einsatz für Supernasen

Hunde erschnüffeln ausgebüxte Hunde

Verschwindet ein Haustier, geht oft eine verzweifelte Suche der Halter los. In Essen helfen ausgebildete Trail-Hunde: Ihre feinen Nasen spüren winzigen Geruchsspuren nach – mit Erfolg.

Die Hündin Feline und ihr Frauchen Mandy van den Borg sind auf der Suche nach einem verschwundenen Hund. dpa

Marathon für Supernasen

Die Hündin Feline und ihr Frauchen Mandy van den Borg sind auf der Suche nach einem verschwundenen Hund.

EssenAls Django davongelaufen war, musste Supernase Feline helfen. Die Australian-Shepherd-Hündin ist Pet-Trailer. Mit Frauchen Mandy van den Borg folgt sie der Spur von entlaufenen Tieren. Sie macht sich zunutze, dass Feline viel mehr Riechzellen hat als ein Mensch. Suchhundeinsatz heißt der noch junge Verein in Essen, der es sich auf die Fahnen schreibt, verschwundene Tiere wieder aufzuspüren.

Django war ausgebüxt und hatte seine Flexileine mitgerissen, die sich in einem Griffkästchen aufrollt. Das Klappern des Kästchens auf dem Asphalt jagte den verschreckten kleinen Hund immer weiter. Django rannte durch einen Park, über eine Autobahnbrücke, in eine Gartenanlage.

Mandy van den Borg wird verständigt. Sie schnallt Feline das Such-Geschirr um, hält ihr eine Decke aus Djangos Körbchen vor und kommandiert: „Riech!“ Sofort speichert Feline den Duft ab. Dann das Kommando „Go!“. Die Suche beginnt.

Es geht querfeldein, anderthalb Stunden lang. In Dunkelheit und strömendem Regen. Manchmal rennen sie im Kreis. Feline findet ältere Spuren von dem vermissten Tier. Doch dann stößt sie plötzlich auf frische. Und zieht immer wieder in einen Garten, Richtung Komposthaufen. Hier irgendwo muss Django sein.

Schließlich das Signal: Die Suchhündin zeigt an, dass der kleine Django gefunden ist - verheddert in einem Brombeerstrauch. Happy-End für einen der ersten Pet-Trails. Die Geschichte ist ausschlaggebend für die Gründung des Vereins Suchhundeinsatz, wie van den Borg erzählt.

„Ein Großteil der Kommunikation beim Hund läuft über seine Nase“, erklärt Tierarzt Bastian Bronnert aus Düsseldorf. „In der Luft hinterlässt ein Geruch eine Kette von Molekülen. Die kann ein Hund selbst in großer Entfernung wahrnehmen und verfolgen.“

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