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25.01.2011

11:51 Uhr

Elbhochwasser

Lage im Flutgebiet entspannt sich weiter

In der Nacht zum Dienstag sind in den Hochwassergebieten entlang der Elbe die Pegelstände weiter gesunken. Die Deiche halten den Fluten stand, die Lage entspannt sich zusehends. Im Oderbruch allerdings können die Menschen davon nur träumen.

Land unter an der Elbe: Die Lage beginnt, sich zu entspannen. Quelle: dapd

Land unter an der Elbe: Die Lage beginnt, sich zu entspannen.

BLECKEDE. Das Elbe-Hochwasser ist in der Nacht zum Dienstag in ganz Deutschland gesunken. In Bleckede in Niedersachsen stopften Helfer Sickerstellen in einem Deich. Dort war am Montagabend ein Teil der Böschung abgerutscht, wie Harald Fichtner von der Einsatzleitung berichtete. Drahtgitter, Planen und Sandsäcke sollen den Deich festigen. Damit der aufquellende Boden nicht die Fahrbahndecke nach oben drückt, wurden auch rund 200 Tonnen eines Mineralgemischs verteilt. "Es funktioniert alles gut, die Deiche halten", berichtete Fichtner.

Auch an anderen Orten entlang der Elbe, etwa in Mecklenburg- Vorpommern, Brandenburg und Schleswig-Holstein, blieben befürchtete Probleme aus. Von vielen Pegeln wurden fallende Wasserstände berichtet - manchmal sogar mehrere Zentimeter pro Stunde.

Tendenz fallend, hieß es auch in Geesthacht in Schleswig- Holstein. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes lag der Pegel dort bei 6,41 Meter. Für Hohnstorf bei Lauenburg wurden 9,01 Meter gemeldet. Das waren 21 Zentimeter weniger als in der Nacht zuvor, als die Elbe ihren Höchststand erreicht hatte. Normalerweise liegt der Pegelstand der Elbe in Lauenburg bei 4,80 Meter.

Am Pegel Wittenberge in Brandenburg wurde ein Wasserstand von 6,72 Metern gemessen. Stündlich wurden ein bis drei Zentimeter weniger gemeldet. Es gilt in dem Abschnitt weiter die höchste Alarmstufe 4. Alarmstufe drei kann ab 6,30 Meter aufwärts ausgerufen werden.

Stille Verzweiflung herrscht allerdings im Oderbruch östlich von Berlin. Angesichts tausender Hektar überfluteter Flächen haben sich manche Menschen in ihr Schicksal ergeben, andere bangen um ihre Existenz. Die Region an der polnischen Grenze gleicht seit etwa einem halben Jahr einer Seenlandschaft. Die Landesregierung will jetzt einen Sonderbeauftragten für die Region einsetzen.

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