Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

31.07.2011

03:28 Uhr

Erdbeben in Japan

Tokios Hochhäuser kamen ins Schwanken

Japan kommt nicht zur Ruhe. Nach der Atomkatastrophe halten schwere Überschwemmungen und Schlammlawinen das Land in Atem. 300.000 Menschen sind auf der Flucht.Und nun kommt ein Erdbeben im Nordosten des Landes dazu.

Die Häuser und Gebäude werden von den Wassermassen davongespült. Quelle: dapd

Die Häuser und Gebäude werden von den Wassermassen davongespült.

TokioDie japanische Präfektur Fukushima ist ein weiteres Mal von einem Erdbeben erschüttert worden. Das Beben der Stärke 6,4 ereignete sich am frühen Sonntagmorgen (Ortszeit), teilten japanische und US-Seismologen mit. Das Zentrum des Bebens habe 100 Kilometer südsüdöstlich der Stadt Fukushima in einer Tiefe von etwa 40 Kilometern gelegen.

Sieben Menschen seien verletzt worden. Das Atomkraftwerk Fukushima sei nicht weiter beschädigt worden, teilte die Katastrophenschutzbehörde mit. Auch ein Tsunami wurde nicht befürchtet. In der Hauptstadt Tokio schwankten Hochhäuser.
Zuvor war durch ein schweres Unwetter und dadurch ausgelöste Überschwemmungen in Japan mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Mindestens fünf weitere Menschen wurden in der zentraljapanischen Region Niigata sowie in der Präfektur Fukushima noch vermisst, wie die japanischen Behörden am Samstag mitteilten. Bis zum Samstagmorgen wurden in den betroffenen Regionen knapp 300.000 Japaner aufgefordert, zur Sicherheit ihre Häuser zu verlassen. Die nationale Wetterbehörde rief weiterhin zur erhöhten Wachsamkeit auf und warnte vor anhaltenden Regenfällen und dadurch ausgelöste Überschwemmungen und Schlammlawinen.

Der Fernsehsender NHK zeigte Bilder aus Niigata, wo der Fluss Shinano über die Ufer trat und Brücken mit sich fortriss. Bäume und Telefonmasten knickten um, die Stadt Kamo wurde überflutet. In Tokamachi bestätigten die Behörden ein erstes Todesopfer, eine 67-jährige Frau, deren Auto in einen Fluss gestürzt war. In der Region wurden zudem mindestens vier Menschen vermisst, in Fukushima verschwand ein Mann. Das Gebiet war erst im März von einem Erdbeben und einem anschließenden verheerenden Tsunami verwüstet worden. Die schweren Regenfälle in Japan halten seit Mittwoch an.

Von

afp

/ dapd

Kommentare (5)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Kalle

30.07.2011, 22:39 Uhr

Es gab einen Tsunami mit zehntausenden Toten aber keine Atomkatastrophe, oder hat jemand von Schwerverletzten oder Opfern dadurch gehört? Kernschmelze ist kein GAU, aber so ist halt unsere Presse, woanders ist das keine Nachricht mehr. Natürlich schlimm die Flut, also noch mehr CO2 sparen?

Account gelöscht!

31.07.2011, 08:21 Uhr

Ja, die in der Deutschen Presse favorisierten Atomkatastrophe ist in den Japanischen Medien kein Thema !
Dort wird an den folgen von Erdbeben und Tsunami gearbeitet ,die ja mit Abstand die meisten Menschenleben gekostet und 99,9% der Verwüstung verursacht haben

Account gelöscht!

31.07.2011, 09:52 Uhr

Wenn die Japaner tatsächlich ihr atomares Problem ignorieren sollte, dann sind sie ganz einfach minderintelligent. Ich war schon immer gegen Atomkraft und nach einigen Jahrzehnten muss ich leider feststellen, dass ich von Anfang an richtig lag.

Es wird immer Idioten geben, die für ihren kranken Lebenswandel die Menschheit bedrohen und den gesamten Planeten beschädigen. In der Fachsprache nennt man sie Psychopathen. Diese Irren muss man überall bekämpfen, auch hier im Kommentarbereich.

Danke für die Aufmerksamkeit!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×