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24.05.2015

12:00 Uhr

Erdbeben in Nepal

Tausende fliehen vor drohenden Überflutungen

Einen Monat nach dem schwersten Erdbeben in der Geschichte Nepals kämpft das Land mit den Folgen. Erdrutsche haben einen Gebirgsfluss blockiert. Brechen die so entstandenen Dämme, drohen ganze Landstriche zu überfluten.

Nepal: Jüngste Beben brechen traurigen Rekord

Nepal

Jüngste Beben brechen traurigen Rekord

Die Zahl der Opfer der beiden jüngsten Erdbeben in Nepal ist inzwischen auf 8583 gestiegen. Damit war dies die schwerste Katastrophe in der Geschichte des Landes. Dutzende Menschen werden noch vermisst.

KathmanduTausende Nepalesen sind am Sonntag aus Angst vor Überschwemmungen aus ihren Dörfern und Städten im Nordwesten ihres Landes geflüchtet. Die Furcht vor Hochwasser rührt daher, dass ein Erdrutsch den Gebirgsfluss Kaligandaki blockiert. Dadurch hätten sich bis zum Sonntagmorgen bereits ein Damm und ein zwei Kilometer langer See gebildet, sagte der Regierungsbeamte Yam Bahadur Chokhal. Sollten die Erdmassen brechen, könnte das Wasser die Gemeinden überfluten.

Das Wasser bedroht das Gebiet nördlich von Beni Bazaar. Dieses befindet sich rund 200 Kilometer nordwestlich von der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu.

Mehr als 8500 Tote forderte die schwerste Katastrophe in der Geschichte Nepals. Viele Städte wurden bei dem Erdbeben im April vollständig zerstört. Reuters

Schweres Unglück

Mehr als 8500 Tote forderte die schwerste Katastrophe in der Geschichte Nepals. Viele Städte wurden bei dem Erdbeben im April vollständig zerstört.

Bewohner, die am Rande des Flusses leben, wurden dem Beamten zufolge in höhere Gebiete der Himalaya-Region gebracht. Soldaten und Polizisten wurden zum Kaligandaki geschickt, um den Fluss zu beobachten und die ansässigen Nepalesen zu warnen und ihnen zu helfen.

Zwei mächtige Erdbeben hatten Nepal am 25. April und 12. Mai verwüstet. Die Zahl der Todesopfer liegt bei fast 8700, rund 16 800 wurden verletzt. Durch die Erschütterungen wurden im gesamten Himalaya Erdrutsche ausgelöst.

Im Jahr 2002 waren Dutzende Menschen getötet worden, als eine Schneelawine den nahegelegenen Seti-Fluss zurückgehalten hatte. Dieser durchbrach die Blockade und überflutete Dörfer entlang seiner Ufer.

Von

ap

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