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26.09.2013

09:40 Uhr

Ermittler fordern Untersuchungshaft

Greenpeace vor Gericht in Russland

Russland steht vor dem nächsten internationalen Skandal: Nach der Festnahme von Greenpeace-Aktivisten wegen „Piraterie“ sehen die Behörden keinen Grund für eine Freilassung – im Gegenteil. Es drohen bis zu 15 Jahre Haft.

Ljudmila Alexejewa von der Moskauer Helsinki Gruppe fordert die Freilassung der Aktivisten: „Es sind weder Terroristen noch Piraten“. ap

Ljudmila Alexejewa von der Moskauer Helsinki Gruppe fordert die Freilassung der Aktivisten: „Es sind weder Terroristen noch Piraten“.

MoskauDie russische Ermittlungsbehörde sieht nach der Vernehmung von 30 Greenpeace-Aktivisten keinen Grund für eine Freilassung und will vor Gericht Untersuchungshaft beantragen. „Wir streben dies bei der Verhandlung an“, sagte Behördensprecher Wladimir Markin der Agentur Interfax zufolge. Ein Gericht in der russischen Stadt Murmansk sollte noch am Donnerstag über den Antrag entscheiden.

Hingegen sagte Dmitri Artamonow von Greenpeace in St. Petersburg, die „einzige gesetzliche Entscheidung“ wäre ein Freispruch für die Festgenommenen. Auch Ljudmila Alexejewa von der Moskauer Helsinki Gruppe forderte die Freilassung der Aktivisten aus 18 Ländern. „Sonst droht ein internationaler Skandal. Es sind weder Terroristen noch Piraten“, sagte die bekannte Bürgerrechtlerin. Markin zufolge konnten die Ausländer unter den Festgenommenen mit Diplomaten ihrer Botschaft sprechen. „Ihre Rechte wurden gewahrt“, sagte er.

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Die Crew des Greenpeace-Schiffs „Arctic Sunrise“ war vor einer Woche beim Versuch festgenommen worden, auf einer russischen Ölplattform gegen Bohrungen in der Arktis zu protestieren. Die russische Justiz ermittelt nach der Aktion im Nordpolarmeer wegen bandenmäßiger Piraterie. Darauf stehen bis zu 15 Jahre Haft.

Von

dpa

Kommentare (1)

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26.09.2013, 13:37 Uhr

Ich bin bestimmt für Umwelt- und Naturschutz mit Sinn und Verstand, aber hier haben die Russen völlig korrekt gehandelt. Eine Ölbohrplattform ist kein Spielplatz für selbstdarstellende Umweltaktivisten, sondern ein Bereich mit höchsten Sicherheitsanforderungen.

Btw., ich glaube kaum, daß man diese Leute beim Entern einer amerikanischen Bohrplattform anders empfangen hätte.

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