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06.07.2017

09:47 Uhr

Ermittlungen im Darknet

Kinderpornoplattform mit fast 90.000 Nutzern abgeschaltet

Dem Bundeskriminalamt ist ein Schlag gegen Kinderpornografie gelungen: Im sogenannten Darknet wurde eine Plattform abgeschaltet, die Tausende Nutzer hatte. Der Betreiber wurde festgenommen.

Die Ermittler haben eine Plattform zum Austausch von Kinderpornografie abgeschaltet. dpa

Bundeskriminalamt in Wiesbaden

Die Ermittler haben eine Plattform zum Austausch von Kinderpornografie abgeschaltet.

WiesbadenErmittler haben im sogenannten Darknet eine Plattform zur Verbreitung von Kinderpornografie abgeschaltet. Die Plattform mit dem Namen „Elysium“ habe seit Ende 2016 bestanden und verfügte zuletzt über 87.000 Mitglieder, teilten die ermittelnde Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft und das Bundeskriminalamt am Donnerstag mit.

„Unter den von den Mitgliedern der Plattform ausgetauschten kinderpornografischen Bild- und Videodateien waren Aufnahmen schwersten sexuellen Missbrauchs von Kindern, darunter auch von Kleinstkindern und Darstellungen sexueller Gewalthandlungen an Kindern“, heißt es in der Pressemitteilung. Die Plattform habe auch zur Verabredung zum sexuellen Missbrauch von Kindern gedient.

Ein 39-Jähriger aus dem Landkreis Limburg-Weilburg sei als mutmaßlicher Betreiber ermittelt worden. Der Beschuldigte wurde bereits am 12. Juni festgenommen, so die Ermittler. Seitdem seien Festnahmen von weiteren dringend tatverdächtigen Verantwortlichen und Nutzern der Plattform erfolgt – vor allem in Deutschland und in Österreich.

Zu den Ermittlungen wollen Vertreter von Staatsanwaltschaft und Bundeskriminalamt am Freitag auf einer Pressekonferenz in Wiesbaden Stellung nehmen.

Kommentare (1)

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Herr Martin Wienand

06.07.2017, 10:06 Uhr

Bundesverdienstkreuz für die Ermittler beim Bundeskriminalamt.

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