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16.04.2014

16:17 Uhr

Erneute Panne

U-Boot musste Suche nach MH370 abbrechen

Dieses unbemannte U-Boot hat kein Glück: Erst beförderte eine Sicherheitsmechanismus es an die Oberfläche, nun hatte es ein technisches Problem. Es ist der letzte Versuch, das Wrack der verschollenen MH370 zu finden.

Das unbemannte U-Boot wird zu Wasser gelassen: „Eine erste Analyse deutet nicht auf bedeutende Funde hin“, hieß es. Reuters

Das unbemannte U-Boot wird zu Wasser gelassen: „Eine erste Analyse deutet nicht auf bedeutende Funde hin“, hieß es.

PerthNeue Panne beim Einsatz des unbemannten U-Boots zur Suche nach dem MH370-Wrack: „Das Unterwasserfahrzeug Bluefin-21 war gezwungen, aufzutauchen, um ein technisches Problem zu lösen“, teilte die Koordinationsstelle für die Suche nach dem seit gut fünf Wochen verschwundenen Malaysia-Airlines-Flugzeug am Mittwoch mit.

Schon der erste Einsatz war schief gelaufen: Das Boot kann nur 4500 Meter tief tauchen. Weil das Wasser aber an der Stelle tiefer war, beförderte ein Sicherheitsmechanismus es nach wenigen Stunden wieder an die Oberfläche.

Die Reparatur verlief problemlos. Das fünf Meter lange Vehikel sei kurze Zeit später wieder ins Wasser gelassen worden, teilte die Koordinationsstelle mit. Die Experten nutzten die Gelegenheit, um Daten zu dem herunterzuladen, was das Vehikel vorher am Meeresboden erfasst hatte. Das Ergebnis war enttäuschend: „Eine erste Analyse deutet nicht auf bedeutende Funde hin“, hieß es.

Flug MH370 – Was ist geklärt, was nicht?

Vom Radar verschwunden

Flug MH370 von Kuala Lumpur nach Peking mit 239 Menschen an Bord verschwindet zwei Stunden nach dem Start von den Radarschirmen. Ein Überblick über die geklärten und ungeklärten Fragen.

Was ist geklärt? (1)

Die Boeing 777-200 verschwand bei gutem Wetter. Zwei Stunden nach dem Start war die Maschine eigentlich in der sichersten Phase eines Flugs, auf der Reisehöhe von rund 10.000 Metern. Es gab keinen Notruf, und die Bordcomputer sendeten keinen automatischen Alarm an die Bodenkontrolle, wie bei technischen Problemen eigentlich üblich. Im Cockpit saß ein erfahrener Pilot. Die Fluggesellschaft gilt als sehr zuverlässig, die Boeing ebenfalls.
Der Funkkontakt brach vor der vietnamesischen Küste ab. 154 der 239 Insassen waren chinesische Staatsbürger. Malaysia Airlines bot den Flug gemeinsam mit China Southern an.

Was ist geklärt? (2)

An Bord waren zwei Passagiere mit gestohlenen Pässen. Diese waren ihren Besitzern, einem Italiener und einem Österreicher, 2012 und 2013 in Thailand gestohlen worden. Die Reisedokumente wurden bei der Passkontrolle nicht mit der Datenbank von Interpol abgeglichen.
Vier Reisende checkten ein, gingen aber nicht an Bord. Ihr Gepäck wurde vor dem Abflug wieder ausgeladen. Mittlerweile ist wahrscheinlich, dass sie illegal nach Europa einreisen wollten, sie also vermutlich nichts mit dem Absturz der Maschine zu tun hatten.

Was ist ungeklärt? (1)

Wo ist die 70 Meter lange Maschine mit 60 Metern Spannweite geblieben? Obwohl Dutzende Schiffe und Flugzeuge das Meer zwischen Malaysia und Vietnam absuchen, sind bislang weder Wrackteile noch der Flugschreiber gefunden worden.

Was ist ungeklärt? (2)

Warum drehte die Maschine ab? Wie konnte sie so lang von den Radars verschwinden. Aufschluss darüber könnte die Blackbox geben. Die Suchteams suchen fieberhaft danach, denn lange können die Akkus in der Regel nicht mehr halten.

Das U-Boot ist der letzte Versuch, das Wrack der Maschine aufzuspüren. Die Boeing 777-200 mit 239 Menschen an Bord stürzte nach Überzeugung der Experten am 8. März nach stundenlangem Irrflug im Indischen Ozean ab. Seit Wochen suchen Schiffe und Flugzeuge nach dem Wrack, bislang ohne Ergebnis.

Von

dpa

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