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26.10.2013

13:47 Uhr

Erschütterung an der Ostküste

Erdbeben in Japan geht glimpflich aus

Ein Erdbeben der Stärke 7,3 hat die japanische Ostküste erschüttert. Die Tsunami-Warnung wurde jedoch aufgehoben, ein Taifun zog ab. Dem Betreiber Tepco zufolge gab es keine Auffälligkeiten an der Atomruine in Fukushima.

Speichertanks mit hochradioaktivem Wasser in dem havarierten Atomkraftwerks Fukushima-Daiichi. Es wurde bei einem Erdbeben vor der japanischen Ostküste der Stärke 7,3 nicht beschädigt. dpa

Speichertanks mit hochradioaktivem Wasser in dem havarierten Atomkraftwerks Fukushima-Daiichi. Es wurde bei einem Erdbeben vor der japanischen Ostküste der Stärke 7,3 nicht beschädigt.

TokioEin erneut starkes Erdbeben in der Region Fukushima ist am Samstag glimpflich verlaufen. Berichte über Schäden oder Verletzte durch den Erdstoß der Stärke 7,1 um 02.10 Uhr (Freitag, 19.10 Uhr deutscher Zeit) gab es nicht. Nach Auskunft des Betreibers Tepco gab es auch an der Atomruine Fukushima Daiichi keine neuen Auffälligkeiten. Eine zunächst ausgegebene Warnung vor einem bis zu einem Meter hohen Tsunami hob die nationale Meteorologische Behörde rund zwei Stunden nach dem Beben wieder auf. Zuvor waren an der Pazifikküste bis zu 40 Zentimeter hohe Flutwellen beobachtet worden. Zudem sorgte ein inzwischen abgezogener Taifun für starken Regen und stellenweise für Überschwemmungen. Behörden warnten vor Erdrutschen.

Am 11. März 2011 hatte ein noch stärkeres Erdbeben in Fukushima die weltweit schwerste Atomkatastrophe seit Tschernobyl ausgelöst: Der Stoß mit der Stärke 9,0 und eine Flutwelle beschädigten das dortige AKW schwer. Knapp 16 000 Menschen kamen damals durch das Erdbeben und die Flutwelle ums Leben, etwa 2650 gelten noch heute als vermisst.

Bei dem Beben vom Samstag handelt es sich nach Angaben der Meteorologischen Behörde um ein Nachbeben des Erdstoßes von 2011. Noch größere Beachtung als das neue Erdbeben fand in den japanischen Abendnachrichten der Taifun „Francisco“, der sich im Verlaufe des Tages über dem Meer jedoch stark abschwächte.

Richterskala

Stärke 0 bis 1,9

Nur durch Instrumente nachweisbar

Stärke 2 bis 2,9

Nur von sehr wenigen, ruhenden Menschen spürbar; freihängende Pendel schwingen leicht

Stärke 3 bis 3,9

Nur von wenigen Menschen wahrgenommene Schwingungen; Erschütterung mit einem vorbeifahrenden Lastwagen vergleichbar

Stärke 4 bis 4,9

Wird von den meisten Menschen bemerkt. Gläser und Teller klappern, Fensterläden schwingen. Die Schäden sind aber nur gering.

Stärke 5 bis 5,9

Von allen Menschen wahrgenommen. Möbel bewegen sich, Risse im Putz. Es besteht Verletzungsgefahr.

Stärke 6 bis 6,9

Erhebliche Beschädigungen, Gebäude stürzen ein. Es kommt zu Todesopfern. An Küsten sind Flutwellen möglich.

Stärke 7 bis 7,9

zahlreiche Tote und Verletzte. Nur wenige Gebäude bleiben stehen. Spalten im Boden reißen auf. Die Auswirkungen sind teilweise katastrophal. An Küsten kommt es zu vernichtenden Flutwellen.

Stärke 8 und mehr

Verwüstung. Alle Gebäude sind unbewohnbar. Es gibt flächendeckende Zerstörungen. An den Küsten sind katastrophale, bis zu 40 Meter hohe Flutwellen möglich.

Der 27. Taifun der Saison hatte weite Regionen mit heftigen Regenfällen überzogen. Stellenweise wurden Häuser und Straßen überschwemmt. In Kyoto stürzte eine Brücke über einem angeschwollenen Fluss ein. Mehr als 1300 Bewohner der Insel Izu Oshima, 120 Kilometer südlich von Tokio, hatten die Nacht in Schulen und anderen Notunterkünften verbracht.

Die Behörden hatten alle 8300 Bewohner der Insel aufgefordert, sich vorübergehend in Sicherheit zu bringen. Später wurde Entwarnung gegeben. Ein vorheriger Taifun hatte in der vergangenen Woche 31 Menschen auf der Insel in den Tod gerissen. Für Sonntag wurde wieder schönes Wetter erwartet.

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

25.10.2013, 19:32 Uhr

Geht das schon wieder los!? Läuft wahrscheinlich wieder tonnenweise verseuchtes Wasser in das Meer. Zu dumm die Leute das gegen solche Katastrophen endlich sicher zu machen.

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