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09.01.2007

10:34 Uhr

Erster Toter

Skandal um verseuchte Blutkonserven erschüttert Ägypten

Ägypten wird von einem Skandal um verseuchte Blutkonserven erschüttert. Verantwortloch soll ein Politiker der regierenden nationaldemokratischen Partei sein. Er hatte die Konserven importiert.

HB KAIRO. Die oppositionelle Kairoer Tageszeitung „Al-Wafd“ berichtete am Dienstag unter Berufung auf Ärzte, in einem staatlichen Krankenhaus in der ägyptischen Hauptstadt sei am Montag ein 50 Jahre alter Mann an Nierenversagen gestorben. Sein Gesundheitszustand habe sich stark verschlechtert, nachdem er eine Transfusion mit Blut der Firma des Abgeordneten Hani Surur erhalten hatte.

Das Gesundheitsministerium hatte zuvor eingeräumt, dass sich Ärzte in mehreren Krankenhäusern über die Blutkonserven beschwert hatten. Der Importeur habe daraufhin einen Teil der Blutkonserven ausgetauscht. Nach ägyptischen Presseberichten waren die gerinnungshemmenden Stoffe, die den Blutkonserven beigemischt wurden, von schlechter Qualität. Am kommenden Donnerstag soll im Parlament über die Aufhebung der Immunität Sururs beraten werden.

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