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24.12.2016

15:33 Uhr

Essensverschwendung

Geteilte Gans ist gute Gans

Egal ob Gans, Karpfen oder Kartoffelsalat: An Heiligabend landet in Deutschland eine ganze Menge auf dem Tisch – und davon viel zu viel im Müll. Wie wird man der Verschwendung Herr? Ein Start-up bietet Lösungen.

Vor allem während der Feiertage reicht der Hunger häufig nicht aus, um alle Speisen zu essen. Die Konsequenz: Vieles landet im Müll. dpa

Essensverschwendung an Weihnachten

Vor allem während der Feiertage reicht der Hunger häufig nicht aus, um alle Speisen zu essen. Die Konsequenz: Vieles landet im Müll.

Berlin/BrüsselOb Gänsebraten, Raclette oder doch Würstchen mit Kartoffelsalat – jede Familie hat an Weihnachten ihre eigenen Essens-Traditionen. Was jedoch viele vereint: Häufig reicht der Hunger nicht aus, um alles auf dem reichhaltig gedeckten Tisch aufzuessen. „An den Feiertagen lässt man es sich gut gehen. Da hat man Gäste und kauft eher großzügig ein, es soll ja niemand zu kurz kommen“, sagt Frank Waskow von der Verbraucherzentrale in Nordrhein-Westfalen. Manch ein Festtagsschmaus landet so im Müll.

Lebensmittelverschwendung wird an den Festtagen besonders deutlich, ist jedoch das ganze Jahr ein Problem. Durchschnittlich wandern pro Verbraucher in Deutschland jährlich 81,6 Kilo Lebensmittel in die Abfalltonne. Wie aus einer vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft geförderten Studie der Universität Stuttgart hervorgeht, werden hierzulande jedes Jahr etwa elf Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen. In der EU sind es 88 Millionen Tonnen – auf Bauernhöfen, im Einzelhandel, in Restaurants und in Privathaushalten.

Weihnachtsessen: Gans korrekt

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Die Europäische Union (EU) will diese Menge bis zum Jahr 2030 halbieren. Zu diesem Zweck hat die EU-Kommission die „Plattform für Lebensmittelverluste und -verschwendung“ mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft gegründet. Sie sollen unter anderem daran arbeiten, Lebensmittelspenden zu erleichtern.

Außerdem soll das Verständnis des Mindesthaltbarkeitsdatums in der Bevölkerung verbessert werden. Denn: Nach einer Eurobarometer-Umfrage interpretieren viele Verbraucher die Datumsangabe falsch und werfen Lebensmittel weg, obwohl sie noch genießbar sind. Das Mindesthaltbarkeitsdatum gibt an, wie lange bei richtiger Lagerung spezifische Eigenschaften wie Farbe, Konsistenz und Geschmack, mindestens erhalten bleiben. Die Angabe bedeutet nicht, dass Lebensmittel nach Ablauf des Datums weggeschmissen werden müssen.

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