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22.05.2015

12:32 Uhr

Eurovision Song Contest

Favoriten qualifizieren sich fürs Finale

Das Halbfinale ist absolviert, bis auf eine Ausnahme schafften es alle Favoriten ins Finale des Eurovision Song Contest in Wien. Die deutsche Starterin Ann Sophie hofft auf einen Platz unter den ersten Zehn.

Måns Zelmerlow vertritt Schweden beim ESC 2015. Mit dem Song „Heroes“ wird er als Favorit gehandelt. Das Halbfinale meisterte Zelmerlow jedenfalls problemlos. dpa

Schweden im Finale

Måns Zelmerlow vertritt Schweden beim ESC 2015. Mit dem Song „Heroes“ wird er als Favorit gehandelt. Das Halbfinale meisterte Zelmerlow jedenfalls problemlos.

WienBeim Eurovision Song Contest (ESC) in Wien stehen die Finalteilnehmer fest. Im zweiten Halbfinale am Donnerstagabend qualifizierten sich unter anderem Favorit Schweden sowie Norwegen und Slowenien für die Schlussrunde am Samstag. Nach den Abstimmungen der Zuschauer sowie der nationalen Jurys werden dort unter anderem auch Polen, Slowenien und Israel vertreten sein. Deutschland hatte seinen Platz im Finale bereits sicher.

Tschechien scheiterte nach mehrjähriger ESC-Abstinenz ebenso wie San Marino. Den Song „Chain Of Lights“ des Duos Michele Perniola und Anita Simoncini hatte der deutsche ESC-Veteran Ralph Siegel geschrieben.

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Im ersten Halbfinale am Dienstag hatten sich bereits unter anderem Russland, Ungarn, Griechenland und Belgien fürs Finale qualifiziert. Die bis dahin hoch eingeschätzte finnische Punkband Pertti Kurikan Nimipäivät (PKN) mit ihren vier behinderten Mitgliedern hatte den Sprung in die Endrunde nicht geschafft.

Die deutsche Kandidatin Ann Sophie kämpfte zuletzt noch mit einer Erkältung, ihr Auftritt am Samstag schien jedoch nicht gefährdet. „Ich würde mir sehr wünschen, unter den ersten Zehn zu landen“, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Deutschland gehört als einer der fünf großen ESC-Geldgeber zu den gesetzten Startern. Ann Sophie durfte sich während der Live-Show kurz vorstellen. Sie sei sehr, sehr aufgeregt, sagte die 24-Jährige.

Kleine Regelkunde zum ESC

Immer dabei

Einen garantierten Startplatz im Finale haben traditionell die größten Eurovisions-Geldgeber Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien und Italien sowie der jeweilige Gastgeber beziehungsweise Titelverteidiger: in diesem Jahr Österreich.

Ausnahmsweise dabei

Beim Jubiläums-ESC 2015 gibt es allerdings eine Besonderheit: Ausnahmsweise darf Australien - bekannt für seine besonders treuen und engagierten Fans - teilnehmen. Das Land ist gleich für die Endrunde gesetzt worden. Sollte der Kandidat von „Down Under“ auf Platz eins landen, wird die zuständige dortige Rundfunkanstalt im kommenden Jahr den Grand Prix als Mit-Veranstalter in einer europäischen Stadt zusammen mit einem Mitgliedsland der European Broadcasting Union (EBU) organisieren.

Liedlänge

Jeder Wettbewerbssong darf maximal drei Minuten lang sein. Die Sprache kann frei gewählt werden.

Werbung

Politische Botschaften etwa auf T-Shirts oder Bannern, per Handzeichen oder im Songtext sind verboten. Ebenso darf keine Werbung für Produkte oder Unternehmen gemacht werden.

Bühnenshow

Bis zu sechs Menschen ab 16 Jahren, aber keine Tiere, dürfen auf der Bühne sein. Es wird live gesungen, die Musik kommt vom Band.

Punkte

Alle Teilnehmer-Länder dürfen im Finale ihre Punkte vergeben, auch diejenigen, die bereits in den Halbfinals ausgeschieden sind.

Zuschauer

Die Zuschauer können erst dann für ihren Favoriten anrufen oder eine SMS schicken, wenn alle Finalisten gesungen haben.

Wertung

Die Zuschauerwertung eines Landes wird jeweils mit der Wertung einer nationalen fünfköpfigen Fachjury 50:50 verrechnet.

Sieger

Der Sieger des Wettbewerbs steht gegen Mitternacht fest. Sollten mehrere Teilnehmer die gleiche Punktzahl haben, dann gewinnt derjenige, der häufiger die Höchstwertung bekommen hat.

In den Wettbüros und bei Auswertungen des Interesses in den sozialen Netzwerken spielt Ann Sophie keine Rolle im Rennen um den Sieg. Favorisiert sind dort bisher vor allem Schweden, Italien, Russland und Australien. Zum Jubiläum – der ESC findet in diesem Jahr zum sechzigsten Mal statt – bekam Australien mit seinem Sänger Guy Sebastian eine Wildcard und kann sich nun sogar Hoffnungen auf einen Sieg machen.

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Ein politisches Signal beim Eurovision Song Contest. Griechenland liefert den Soundtrack der Krise: In „One Last Breath“ geht es um die Misere des Landes. Die Ballade ist ein versteckter Hilfeschrei an Europa.

Rocksänger Andreas Kümmert, der beim Eurovision Song Contest in Wien nicht für Deutschland antreten wollte, erwartete für seine Nachrückerin Sympathien in ganz Europa. „Bei deinem Potenzial bin ich überzeugt, dass du uns europaweit ganz viele Punkte einsammeln wirst!“, ließ er über die Internetseite eurovision.de ausrichten.

Im Finale am Samstag werden 27 Nationen vertreten sein, darunter auch Vorjahressieger Österreich und Gastland Australien. Für Deutschland hatten Nicole mit „Ein bißchen Frieden“ 1982 und Lena mit „Satellite“ 2010 den Sangeswettbewerb gewonnen. Das ESC-Finale werden voraussichtlich rund 100 Millionen TV-Zuschauer verfolgen.

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