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26.11.2012

13:54 Uhr

Expertenteam gebildet

Ex-Justizministerin soll Charité-Pannen aufarbeiten

Die Charité spricht von einer „Pannenserie“, die nun beendet werden soll: Ein Expertengremium um die ehemalige Justizministerin Brigitte Zypries nimmt nun die Arbeit auf, sie soll die Informationsprobleme unter die Lupe nehmen

Sie soll die Pannenserie beenden: Brigitte Zypries, Ex-Justizministerin (SPD). dpa

Sie soll die Pannenserie beenden: Brigitte Zypries, Ex-Justizministerin (SPD).

BerlinNach den Missbrauchsvorwürfen und einem Informationschaos an der Berliner Charité prüft seit Montag ein externes Expertenteam die Kommunikationsabläufe an der Uniklinik. Zum Arbeitsablauf konnte die sechsköpfige Gruppe um die frühere Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) am Morgen noch keine Angaben machen. „Wir werden uns erst einmal als Gruppe finden müssen“, sagte Zypries. Auch ein Zeitplan schwebe den Mitgliedern noch nicht vor.

Die Charité muss auf politischen Druck hin die Aufarbeitung der Informationspannen vorantreiben. Ein 58-jähriger Krankenpfleger soll ein 16 Jahre altes Mädchen sexuell missbraucht haben, die Öffentlichkeit erfuhr erst nach einer Woche davon, auch die Behörden wurden nicht früher eingeschaltet

Sexueller Missbrauch: Weitere Verdachtsfälle an Berliner Charité

Sexueller Missbrauch

Weitere Verdachtsfälle an Berliner Charité

Der mutmaßliche sexuelle Missbrauch einer minderjährigen Patientin an der Berliner Charité ist offenbar kein Einzelfall. Der tatverdächtige Pfleger soll bereits in der Vergangenheit auffällig geworden sein.

Gremiummitglied und Pflegeexperte Günther Brenzel bezeichnete den Vorfall als nicht ungewöhnlich für eine Klinik. In seiner langjährigen Arbeit als Pfleger in Tübingen habe er ähnliche Fälle erlebt. Eine schnelle Aufklärung derartiger Vorwürfe erfordere ein Klima des Vertrauens innerhalb der Klinik und zwischen den Kollegen.

Dem Expertengremium gehören neben Zypries und Brenzel der Kinderchirurg Sylvester von Bismarck, der ehemalige Hamburger Innensenator Udo Nagel, die Geschäftsführerin des Kinderschutzvereins „Innocence in Danger“, Julia von Weiler, und die Leiterin der Beratungsstelle „Kind im Zentrum“, Sigrid Richter-Unger, an.

Von

dpa

Kommentare (1)

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RechtsstaatWoBistDu

26.11.2012, 19:15 Uhr

Das ist ja eine schöne Überraschung!
Die Kriminalitätsbekämpfung scheint eine Aufsicht zu benötigen vielmehr wäre die Aufsicht über die Politik notwendig, die leider nicht einmal mehr das Bundesverfassungsgericht für möglich hält. Bei so vielen alternativlosen Entscheidungen ist das ja auch obsolet. Gut dass es da so selbstlose Menschen wie Frau Zypries gibt, die dann für Recht und Ordnung sorgen und mit den guten Verbindungen in die Berliner Justiz schon den politisch korrekten Weg bestreiten lassen. Blitzkarrieren wie ihre sind entweder durch das richtige Geschlecht oder gute Beziehungen zu Gerhard Schröder und Frank-Walter Steinmeier möglich – in diesem Falle beides. Solche Seilschaften werden dann weiter vererbt und so dachte sich Frau Zypries auch nichts dabei ihren Liebhaber und IT-Studenten Martin Schallbruch auf den Posten eines IT-Direktors im Innenministerium (sie war damals noch Staatssekretärin) zu heben. Wie pervers ihre innenpolitischen Ansichten sein mögen, kann man nur erahnen, wenn man ihre Äußerung von 2005 nachliest, [...]

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