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12.02.2015

14:39 Uhr

Fairtrade

Fairer Handel liegt im Trend

Die Deutschen greifen immer öfter zu Kaffee oder Schokolade mit einem Fairtrade-Siegel. Sie wollen damit Bauern gezielt unterstützen. Dabei bezahlen sie häufig nicht nur für faire Löhne, sondern auch für Bio-Qualität.

Ob Kaffeebohnen oder Schokolade - fair gehandelte Produkte scheinen den Deutschen zu schmecken. Und immer öfter gibt es sie auch in Bio-Qualität. obs

Fairtrade

Ob Kaffeebohnen oder Schokolade - fair gehandelte Produkte scheinen den Deutschen zu schmecken. Und immer öfter gibt es sie auch in Bio-Qualität.

NürnbergFair gehandelte Produkte finden bei den Verbrauchern in Deutschland zunehmend Anklang. Die Lebensmittel sind dabei immer häufiger zusätzlich auch Bio-zertifiziert. So stieg der Anteil von Waren mit Fairtrade-Siegel, die zugleich die Bio-Standards erfüllen, im vergangenen Jahr von zwei Dritteln auf drei Viertel.

„Es gibt eine hohe Schnittmenge zwischen Bio und Fairtrade“, sagte der Geschäftsführer des Transfair-Vereins, Dieter Overath, am Donnerstag auf der weltweit größten Öko-Messe Biofach in Nürnberg. „Summa summarum gib es 2800 Fairtrade-Produkte in Bio-Qualität auf dem deutschen Markt. Das ist weltweit Spitze.“ Ohnehin liege Deutschland beim Absatz von Fairtrade-Produkten nach Großbritannien international auf Platz zwei - und die Nachfrage steigt: Nach einem Umsatz von 650 Millionen Euro im Jahr 2013 habe es 2014 ein „extrem starkes“, zweistelliges Wachstum gegeben, sagte Overath. Genaue Zahlen nannte er nicht.

Gut 65 Millionen Euro Umsatz und ein „ansprechendes Ergebnis“ erwartet das auf den Import von fair hergestellten Produkten spezialisierte Handelshaus Gepa für sein Ende März zu Ende gehendes Geschäftsjahr. Die Wuppertaler, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Bestehen feiern, sind nach eigenen Angaben der größte europäische Importeur von fair gehandelten Waren. Die Produkte sind inzwischen gleichermaßen in Eine-Welt-Läden und dem Lebensmitteleinzelhandel vertreten. Bei allen Erfolgen dürfe man auch in Zukunft nicht nachlassen, betonte Geschäftsführer Robin Roth: „Die größte Herausforderung ist die Beliebigkeit des fairen Handels. Alle wollen jetzt fair oder bio oder irgendwas sein.“

Von

dpa

Kommentare (1)

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Frau Lisa Anders

12.02.2015, 18:34 Uhr

Die Idee ansich war ja mal gut gemeint. Aber mittlerweile stecken Großkonzerne dahinter, die gigantische Mengen z.B. Bananen und Kaffee produzieren, um die Nachfrage zu bedienen. Es gibt riesige Plantagen, wo die Arbeiter weiterhin Hungerlöhne verdienen und einige wenige, auch Europäer richtig reich werden. Es gab dazu einen interessanten Beitrag von arte "Wie fair ist Faitrade?" Der Beitrag hat mich damals total entsetzt und schockiert.

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