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01.04.2014

16:25 Uhr

Fall Hoeneß

Seehofer verärgert über Rummel im Gefängnis

Am Montag hat die JVA Landsberg ihre schweren Türen für Presse, Funk und Fernsehen geöffnet. Ministerpräsident Seehofer ist darüber verärgert und verspricht: Wenn Uli Hoeneß dort einsitzt, hat er Ruhe vor den Medien.

Uli Hoeneß (li.) soll wie jeder andere Häftling behandelt werden, meint Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer. dpa

Uli Hoeneß (li.) soll wie jeder andere Häftling behandelt werden, meint Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer.

MünchenUli Hoeneß kann seine Haftstrafe in Landsberg unter Ausschluss der Öffentlichkeit absitzen. Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) ordnete am Dienstag in der Kabinettssitzung an, dass die Türen der JVA Landsberg künftig für die Medien verschlossen bleiben. Hoeneß solle wie jeder andere Häftling behandelt werden, ohne dass die Justiz die Haftbedingungen groß in der Öffentlichkeit ausbreite. „Er hat das gleiche Anrecht auf Privatsphäre, und das soll auch sichergestellt werden“, sagte die stellvertretende Regierungschefin Ilse Aigner (CSU) nach der Kabinettssitzung.

Die JVA Landesberg hatte ihre Räume am Montag gut 150 Journalisten präsentiert. „Es war die Bitte des Ministerpräsidenten, dass staatliche Stellen künftig nicht mehr dazu beitragen, dass hier Tür und Tor geöffnet werden.“ Nachdem Seehofer das Thema in der Kabinettssitzung angesprochen hatte, erläuterte Justizminister Winfried Bausback (CSU) nach Teilnehmerangaben, dass das Medieninteresse sehr groß war. Seehofer machte deutlich, dass er keine Wiederholung wünsche.

Von

dpa

Kommentare (1)

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01.04.2014, 16:54 Uhr

Ob der Seehofer da nicht seine Kompetenzen überschreitet?

Er hat wohl Angst, dass Sonderbehandlungen für Hoeness ans Tageslicht gespuelt werden koennten. Hinter verschlossenen Tueren kann so manche Erleichterung kaschiert werden. Angesichts der milden Strafe für den verurteilten Hoeness sollte die Presse auch weiterhin Zugang zu relevanten Informationen und Sachverhalten bekommen und darueber berichten, wie die bayerische Politik Hoeness auch weiterhin hofiert.

So werden Straftaeter letztendlich mit Legitimation von Ministerpraesidenten zu bedauernswerten Opfern stilisiert.

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