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24.08.2014

11:56 Uhr

Fall Uli Hoeneß

Staatsanwaltschalt beendet Maulwurf-Suche erfolglos

Monatelange Datenauswertung ohne Ergebnis: Die Staatsanwaltschaft München hat einem Medienbericht zufolge das Verfahren wegen Verrats von Dienstgeheimnissen im Fall Uli Hoeneß eingestellt.

Weg, nichts zu finden: Uli Hoeneß Anzeige blieb ohne greifbares Ermittlungsergebnis. AFP

Weg, nichts zu finden: Uli Hoeneß Anzeige blieb ohne greifbares Ermittlungsergebnis.

Berlin„Wir konnten keine verantwortliche Person feststellen“, zitierte die „Bild am Sonntag “ einen Sprecher der Staatsanwaltschaft. Der frühere FC-Bayern-Präsident hatte 2013 Anzeige erstattet, weil Informationen aus seiner Steuerakte in die Öffentlichkeit gelangt waren.

Damals kursierten Gerüchte, seine Selbstanzeige sei durch Indiskretionen der Behörden öffentlich bekannt geworden. Daraufhin hatte die Staatsanwaltschaft bayerische Finanzbehörden durchsucht. Betroffen waren dem Bericht zufolge das für Hoeneß zuständige Finanzamt Miesbach, die Steuerfahndung in Rosenheim und das Rechenzentrum der bayerischen Finanzverwaltung in Nürnberg.

Das Landeskriminalamt habe über Monate Daten ausgewertet, um abzugleichen, welcher Beamte auf die Steuerakte des Sportmanagers zugegriffen hatte, berichtete die Zeitung weiter. Auf die Verletzung des Dienstgeheimnisses droht Beamten bis zu fünf Jahre Haft.

Hoeneß war im März wegen Steuerhinterziehung zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Er hatte für Spekulationsgeschäfte in der Schweiz jahrelang keine Steuern gezahlt und dadurch Steuern in Höhe von rund 28,5 Millionen Euro hinterzogen. Hoeneß ist seit Anfang Juni in der Justizvollzugsanstalt Landsberg inhaftiert.

Von

afp

Kommentare (1)

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Herr Teito Klein

25.08.2014, 07:53 Uhr

Maulwurf-Suche beendet
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Es konnte kein Maulwurf enttarnt werden. Jetzt wurde die Suche eingestellt.
Es ist aber schon Merkwürdig, dass dem Whistleblowe bis zu 5 Jahren Haft drohen, Hoeneß aber, der 28,5Mio hinterzogen hat, aber mit 3,5 Jahren davongekommen ist.

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