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22.10.2012

16:03 Uhr

Fausthieb

Prügelei mit Sido hat Folgen für Journalisten

Rapper Sido hat am Freitagabend einen Reporter auf offener Bühne geprügelt. Für den Society-Journalisten hat das offenbar Konsequenzen: Sein Vertrag wird vom ORF nicht mehr verlängert. Die Polizei ermittelt gegen Sido.

Sido hat offenbar nach der Wiener Casting-Show zugeschlagen. dpa

Sido hat offenbar nach der Wiener Casting-Show zugeschlagen.

WienDie Handgreiflichkeiten zwischen Sido und einem österreichischen Journalisten und TV-Moderator ziehen weitreichende Konsequenzen nach sich: Während der Rapper nach dem Fausthieb Freitagabend mit sofortiger Wirkung seinen Job beim öffentlich-rechtlichen Fernsehsender ORF verlor, ermittelt nun auch die Polizei. Auch die Sendung des betroffenen Reporters verschwindet mit Jahresende von den ORF-Bildschirmen, wie am Montag bekannt wurde.

Sido schlug den Society-Journalisten Dominic Heinzl nach der Live-Show „Die Große Chance“ auf offener Bühne und beschimpfte ihn. Die Wiener Polizei leitet nun Ermittlungen gegen Sido wegen des Verdachts auf Körperverletzung ein. Das sagte Polizeisprecher Roman Hahslinger am Montag der dpa. Heinzl habe in verschiedenen Interviews betont, keine Anzeige einbringen zu wollen. Da es sich bei dem Fausthieb aber um ein „Offizialdelikt“ handle, muss die Polizei von sich aus tätig werden.

Arbeitslos: Der österreichische Fernsehmoderator Dominic Heinzl. dpa

Arbeitslos: Der österreichische Fernsehmoderator Dominic Heinzl.

Einige Zeitungen schrieben auch, dass Sido hinter der Bühne regelmäßig gekifft habe. Diesem Vorwürfen werde ebenfalls nachgegangen, so Hahslinger.

Am Montag wurde auch bekannt, dass das tägliche Societymagazin „Chili“ von Dominic Heinzl mit Jahresende eingestellt wird. Gerüchte über ein Ende der Sendung gab es schon länger. Mit der Rangelei zwischen Sido und Heinzl habe das Aus nichts zu tun, wie der ORF-Sprecher Martin Biedermann der dpa am Montag sagte. „Es gibt keinerlei Zusammenhang“, sagte Biedermann. Ob Heinzl künftig in anderer Form im ORF zu sehen sein wird, stehe noch nicht fest.

Von

dpa

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