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21.07.2017

07:14 Uhr

Ferieninsel Kos

Tote und Verletzte nach starkem Erdbeben

Erneut trifft ein starkes Erdbeben die Ägäis. Auf der Ferieninsel Kos kommen zwei Menschen ums Leben. Dutzende werden verletzt. Einsatzkräfte suchen nach weiteren Menschen unter eingestürzten Häusern.

Tote und Verletzte

Tragödie auf Kos: „Nach dem Beben herrschte Chaos“

Tote und Verletzte: Tragödie auf Kos: „Nach dem Beben herrschte Chaos“

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AthenEin Erdbeben hat am späten Donnerstagabend die Ägäis erschüttert. Bei dem Beben, das die Südküste der Türkei und vor allem die griechische Insel Kos traf, kamen nach Behördenangaben zwei Menschen ums Leben. Mehr als hundert weitere wurden verletzt. Auf Kos erlitten laut dem Bürgermeister der Inselhauptstadt, Giorgos Kyritsis, mehrere Gebäude Schäden. Nähere Angaben zu den Toten oder Verletzten machte Kyritsis zunächst nicht.

Die beschädigten Gebäude seien größtenteils älter und vor der Zeit gebaut worden, als Standards für erdbebensichere Häuser eingeführt wurden, sagte Kyritsis im Staatsradio. Das Beben traf nach ersten Erkentnissen hauptsächlich die gleichnamige Hauptstadt der Insel Kos.

Der Erdstoß, der auch die türkische Stadt Bodrum traf, habe eine Stärke von 6,7 gehabt, hatte das US-Institut U.S. Geological Survey (USGS) zuvor mitgeteilt. Griechische Behörden verzeichneten die Stärke des Bebens auf 6,5.

Die Küstenwache von Kos teilte mit, dass der Hafen der Insel beschädigt wurde und dass eine Fähre, die dort eigentlich anlegen sollte, ihre Route ändern werde. Die Feuerwehr der Insel gab unabhängig davon bekannt, dass drei Menschen aus Geröll gerettet wurden. Das Erdbeben ereignete sich gegen 01.30 Uhr (Ortszeit). Ein Mitarbeiter der Regionalregierung auf Kos, Giorgos Halkidios, sagte, ein älteres Gebäude sei eingestürzt und habe dabei mehrere Menschen verletzt.

Nach Angaben türkischer Katastrophen-Behörden hatte das Beben dort eine Stärke von 6,3, zudem seien mehr als 20 Nachbeben verzeichnet worden. Die Gouverneurin der Küstenprovinz Mugla, Esengül Civelek, sagte, dass es dort nach ersten Erkentnissen keine Toten gegeben habe. Es habe kleinere Verletzungen gegeben, nachdem Angst und Panik ausgebrochen war, sagte Civelek.

In Bitez, einem Ferienort rund sechs Kilometer westlich von Bodrum, liefen Anwohner verängstigt auf die Straßen. Hotelgäste kehrten kurz in ihre Zimmer zurück, um Habseligkeiten zu holen. Viele verbrachten die Nacht aber auf der Straße.

In beiden Ländern kommt es häufiger zu Erdbeben. Nach Angaben des USGS ereignete sich das Erdbeben in einer Tiefe von rund zehn Kilometern, etwa zehn Kilometer südlich von Bodrum und 16 Kilometer von Kos entfernt. Es folgten demnach auch noch zwei Nachbeben. Die Türkei und Griechenland liegen auf aktiven Bruchlinien. Im Jahr 1999 hatten zwei zerstörerische Erdbeben den Nordwesten der Türkei heimgesucht. Rund 18 000 Menschen waren dabei ums Leben gekommen.

Von

ap

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