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10.08.2015

11:52 Uhr

Fernsehshow in China

Moderator fliegt wegen Mao-Spottlied

Keine Witze über Mao: Für einen TV-Moderator wurde ein Spottlied über den Revolutionsführer zum Verhängnis. Wegen des Vergehens gegen die politische Disziplin wurde Bi Fujian suspendiert – trotz Entschuldigung.

Der verstorbene Mao Zedong ist bis heute präsent, wie hier auf einer Anti-Japan-Protestaktion. dapd

Proteste mit Mao-Portrait

Der verstorbene Mao Zedong ist bis heute präsent, wie hier auf einer Anti-Japan-Protestaktion.

PekingEin Spottlied auf Chinas längst verstorbenen KP-Chef Mao Tsetung hat einen Fernsehshowmaster vorläufig den Job gekostet. Bi Fujian war Gastgeber einer Talentshow im staatlichen Sender CCTV - bis ein Video auftauchte, in dem er sich mit einem Liedchen über den von der Kommunistischen Partei als „Großer Steuermann“ verehrten Revolutionsführer Mao lustig machte.

Zahlen und Fakten zu China

Bevölkerung

China ist mit 1,37 Milliarden Menschen das bevölkerungsreichste Land der Erde.

Fläche

Auf einer Fläche von rund 9,5 Millionen Quadratkilometern ist China in 22 Provinzen und fünf Autonome Regionen gegliedert.

Sonderverwaltungszonen

Dazu kommen die beiden Sonderverwaltungsregionen Hongkong und Macau.

Hauptstadt

Die Hauptstadt des Reichs der Mitte ist Peking. Dort allein leben mehr als 20 Millionen Menschen – und das sind nur die offiziellen Zahlen.

Han und Minderheiten

Die große Mehrheit der Bevölkerung sind Han-Chinesen (91,6 Prozent), dazu kommen 55 Minderheiten.

Religion

Rund ein Fünftel der Bevölkerung hängt Volksreligionen an, dazu kommen sechs Prozent Buddhisten und 2,4 Prozent Muslime.

Stadt und Land

Mit 749 Millionen Menschen lebt die Mehrheit der Bürger (55 Prozent) in Städten.

Die Antikorruptionsbehörde der Partei setzte ihre Kommissare auf den Fall an. Diese befanden, Bi habe sich mit seiner Gesangseinlage während einer privaten Feier gegen die politische Disziplin vergangen. Die Tageszeitung der Disziplinarkommission schrieb am Sonntag, der Sender sei aufgefordert worden, den Fall Bi scharf zu ahnden. Auch eine Entschuldigung half dem Moderator nicht - er wurde suspendiert. Auf Nachfragen reagierte der Sender am Montag nicht.

Der 1976 verstorbene Mao hatte die chinesischen Kommunisten nach jahrelangem Bürgerkrieg 1949 an die Macht geführt. Diversen Kampagnen während seiner Herrschaft, wie etwa dem „Großen Sprung nach vorn“ und der Kulturrevolution, fielen mindestens 30 Millionen Menschen zum Opfer.

Von

ap

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