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15.04.2011

11:22 Uhr

Festnahme im Mordfall Dennis

Zeuge erinnerte sich an Geschehnisse vor zehn Jahren

Ein unauffälliger Mann aus der Mitte der Gesellschaft - so mutmaßten Profiler über den Mörder von Dennis und anderen Jungen. Nun ist ein Tatverdächtiger gefasst. Ein Zeuge erinnerte sich an Geschehnisse vor zehn Jahren.

Dutzende Polizisten suchten im Herbst 201 wochenlang fieberhaft nach dem verschwundenen Dennis. Zehn Jahre später haben die Ermittler einen Tatverdächtigen gefunden. Quelle: dpa

Dutzende Polizisten suchten im Herbst 201 wochenlang fieberhaft nach dem verschwundenen Dennis. Zehn Jahre später haben die Ermittler einen Tatverdächtigen gefunden.

VerdenEr soll Dennis und vier weitere Jungen getötet haben - nun hat die Polizei einen Tatverdächtigen gefasst. „Wir haben einen Haftbefehl wegen mehrfachen Mordes“, sagte der Sprecher der Sonderkommission, Jürgen Menzel, am Freitag. Zehn Jahre lang hatten die Ermittler nach dem Serientäter gesucht, dem auch 40 Fälle sexuellen Missbrauchs zugerechnet werden. Dennis aus Osterholz-Scharmbeck in Niedersachsen war im September 2001 nachts aus einem Schullandheim im Kreis Cuxhaven verschwunden. Auch andere Opfer waren aus Landschulheimen, Jugendherbergen oder Zeltlagern entführt worden.

Am Mittag wollten die Ermittler bei einer Pressekonferenz in Verden über Details berichten. Nach unbestätigten Informationen des „Weser-Kuriers“ soll es sich bei dem Festgenommenen um einen Sozialarbeiter handeln.

Im Februar waren die Fahnder mit einer neuen Spur an die Öffentlichkeit gegangen: Ein Jogger, damals Soldat und in Vorbereitung auf einen Marathon, will im September 2001 Dennis und einen bulligen Mann um die 30 in einem Auto auf einem Waldweg im
Bereich Garlstedt (Landkreis Osterholz) gesehen haben. Der Zeuge hatte sich erst 2010 an die Polizei gewandt, nachdem er sich nach einem Fernsehbericht über die ungelösten Mordfälle an seine Beobachtungen erinnerte.

Im Lichtschein seiner Stirnlampe habe er im Vorbeilaufen den stur nach vorn schauenden Mann und den stocksteifen Jungen im Wagen gesehen. Er habe gestutzt, sei aber weitergelaufen. Als er nach einer Stunde wieder an der Stelle vorbeigekommen sei, sei das Auto nicht mehr da gewesen.

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