Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

18.10.2013

13:33 Uhr

Feuerwehr im Dauereinsatz

Todesopfer bei Buschbränden in Australien

Die Buschbrände westlich von Sydney breiten sich rasant aus. Vielen bleibt nur die Zeit, das Nötigste zu retten. Anwohner stehen vor Ruinen und die Gefahr ist nicht noch gebannt, warnt der Feuerwehrchef.

Das Feuer wütet noch: Die Brände sind laut Feuerwehr noch nicht unter Kontrolle. dpa

Das Feuer wütet noch: Die Brände sind laut Feuerwehr noch nicht unter Kontrolle.

SydneyBei den unberechenbaren Buschbränden rund um Sydney sind innerhalb von 48 Stunden nach Angaben der Feuerwehr mindestens 80 Häuser abgebrannt. Mehr als 30 wurden beschädigt. Die Feuerwehr warnte am Freitag, das 20 Brände noch nicht unter Kontrolle seien. „Sie brennen aggressiv und breiten sich extrem rasant aus“, sagte Shane Fitzsimmons, Chef der ländlichen Feuerwehr, im Fernsehen. Tausende Feuerwehrleute waren im Einsatz. Er sprach von den schlimmsten Buschbränden im Bundesstaat New South Wales seit zehn Jahren.

Ein Mann kam ums Leben: der 63-Jährige aus Lake Munmorah gut 100 Kilometer nördlich von Sydney erlitt bei dem Versuch, sein Haus vor den Flammen zu schützen, einen Herzanfall. Vor vier Jahren waren bei Melbourne im Bundesstaat Victoria weiter südlich an einem Wochenende 173 Menschen bei Buschbränden ums Leben gekommen.

Besonders schlimm traf jetzt es die Region um Springfield in den Blue Mountains 70 Kilometer westlich von Sydney. In den Blue Mountains stehen viele Eukalyptuswälder. Die Bäume sondern Öltropfen ab - das facht Buschbrände noch zusätzlich an. Dort verbreiteten sich die Flammen in Windeseile, so dass viele Einwohner nicht einmal die Zeit hatten, das Nötigste zu retten.

Viele standen am Freitag vor den Ruinen ihrer Häuser. Wie die meisten will Joe Moore sofort mit dem Wiederaufbau beginnen, wie er der Nachrichtenagentur AAP sagte. „So ist das halt, wenn man in den Blue Mountains leben will: Es ist wunderschön, aber man muss mit der Wildheit der Natur leben.“

Am Freitag fielen die Temperaturen, von über 30 auf Mitte 20 Grad. Die Feuerwehr brachte viele Brände unter Kontrolle. In wenigen Tagen sollen es wieder heißer werden. Die Situation sei weiter sehr gefährlich, warnte der Feuerwehrchef. „Der Kampf geht weiter, Tag und Nacht, und in einigen Regionen wahrscheinlich über Wochen.“

Von

dpa

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

wolfshund

18.10.2013, 13:54 Uhr

Dann lieber viel Wolken, Regen, Wind. Was soll diese Hirnwäsche, dass nur Sonne, Sand und Meer das Geniale sind!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×