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27.03.2014

14:57 Uhr

Finanzskandal um Limburg

Tebartz-van Elst wehrt sich gegen die Vorwürfe

Die Baukosten von 31,5 Millionen Euro waren dem zurückgetretenen Bischof Tebartz-van Elst schon länger bekannt. Trotzdem wies er die Vorwürfe zurück und belastete den früheren Generalvikar Kaspar zum Teil schwer.

Der ehemalige Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst (r.) wies die Darstellungen in dem kircheninternen Prüfbericht zurück und belastete den früheren Generalvikar Franz Kaspar (l.). dpa

Der ehemalige Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst (r.) wies die Darstellungen in dem kircheninternen Prüfbericht zurück und belastete den früheren Generalvikar Franz Kaspar (l.).

Köln Der von seinem Amt zurückgetretene Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst hat sich gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit dem Finanzskandal beim Bau des neuen Bischofssitzes zur Wehr gesetzt. In einer dem Kölner Domradio vorliegenden persönlichen Erklärung wies er am Mittwochabend Darstellungen in dem kircheninternen Prüfbericht zurück, die ihn schwer belasten. Er schrieb demnach einen Teil der Verantwortung dem früheren Generalvikar Franz Kaspar zu.

Tebartz-van Elst wies unter anderem die Darstellung zurück, dass ihm beim Besuch des vom Vatikan entsandten Kardinals Giovanni Lajolo im September 2013 die tatsächlichen Kosten bekannt waren. Bei dem Gespräch mit Lajolo am 10. September habe ihm die „differenzierte Gesamtsummenrechnung“ nicht vorgelegen, erklärte der Bischof.

Tebartz-van Elst wies Vorwürfe zudem mit der Begründung zurück, er sei „als Bischof weder ein Finanz- noch ein Baufachmann“. In Fragen des Kirchenrechts verwies er darauf, dass der damalige Generalvikar Kaspar die Verantwortung getragen habe. „Als Nicht-Fachmann auf dem Gebiet der kirchlichen Verwaltung und durch meine Qualifikation als Wissenschaftler in der Pastoraltheologie“ habe er Generalvikar Kaspar hierfür die Verantwortung überlassen.

Papst Franziskus hatte am Mittwoch das Rücktrittsgesuch des bereits seit Oktober suspendierten Bischofs angenommen. Der kircheninterne Prüfbericht zu den Baukosten des Bischofssitzes kam nach Angaben der deutschen Bischofskonferenz unter anderem zu dem Schluss, dass dem geltenden Recht „in zahlreichen Fällen nicht Rechnung getragen“ worden sei. Bischof Tebartz-van Elst waren die auf 31,5 Millionen Euro gestiegenen Baukosten dem Bericht zufolge auch bereits spätestens am 11. September 2013 bekannt.

Von

afp

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

27.03.2014, 15:13 Uhr

Das ist die Realität und nicht das Vater-Unser
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Vatikan entsetzt. Magazin enthüllt Doppelleben schwuler Priester in Rom

24.07.2010 - 21:21 Uhr



„Am Tage sind sie Priester im Talar; nachts, sobald das Ordenskleid abgelegt ist, werden sie zu Männern, die perfekt in die Schwulenszene der Hauptstadt integriert sind.“ Zu diesem Ergebnis kommt das Magazin „Panorama“ in seinem brisanten Bericht – und bringt den Vatikan damit in Verlegenheit.

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27.03.2014, 15:40 Uhr

Ist nichts gegen einzuwenden, solange kein Straftatsbestand vorliegt (z.B. Unzucht mit Minderjährigen o.ä.).

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27.03.2014, 15:56 Uhr

Solange das keine Steuergelder sind, sollte das auch nur diejenigen interessieren, die dafür aufgekommen sind. Und auch die haben bekanntlich jederzeit die Möglichkeit, aus diesem lächerlichen Trachtenverein mit Namen Kirche auszusteigen. Das wäre deutlich konsequenter, als hier rumzujammern.

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