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18.12.2012

14:11 Uhr

Fischer vs. Bild

Neue Runde im Sex-Video-Streit

Der schier endlose Streit zwischen Ottfried Fischer und der „Bild“-Zeitung um ein Sex-Video geht in eine neue Runde. Auch ein weiteres Urteil dürfte kaum Frieden schaffen.

Ottfried Fischer beim neuen Prozess um ein angebliches Sex-Video von ihm. dpa

Ottfried Fischer beim neuen Prozess um ein angebliches Sex-Video von ihm.

MünchenDer Prozess um ein Sex-Video mit dem Schauspieler Ottfried Fischer (59) ist am Dienstag vor dem Landgericht München in eine neue Runde gegangen. Angeklagt ist ein „Bild“-Journalist. Fischer tritt als Nebenkläger auf. Er und die Staatsanwaltschaft werfen dem Journalisten vor, den Kabarettisten im Jahr 2009 mit einem Video erpresst zu haben. Der Film soll Fischer beim Sex mit zwei Prostituierten in seiner Münchner Wohnung zeigen. Der Reporter ist wegen Nötigung und Verletzung der Privatsphäre mit unbefugten Bildaufnahmen angeklagt. Er bestreitet jeden Versuch einer Erpressung. Eine Veröffentlichung des Videos sei nie geplant gewesen.

 Der 59-jährige Fischer sagte vor Gericht aus, er habe sich unter Druck gesetzt gefühlt. „Ich hatte Angst um meine Existenz.“ Er habe das Ende seiner Karriere befürchtet. Der „Bild“-Zeitung habe er nur ein Interview gegeben, „weil ich eine Heidenangst hatte vor einer Latte von Artikeln“. Weiter sagte Fischer: „Die Schlagzeile "Huren, Huren, Huren" wird immer bleiben.“ Die Zeitung sei sehr mächtig. Er habe nur seine Ruhe haben und erreichen wollen, „dass ich nicht wieder in den Dreck gezogen werde“.

 Wäre der Reporter nicht im Besitz des Videos gewesen, hätte er sich nicht in einem Interview zu seiner Beziehung zu Prostituierten geäußert, gab Fischer vor Gericht an. „Ich hätte kein Interview zu diesem Thema gemacht. Das ist ja meine Privatsache, das geht ja niemanden 'was an.“ Zwar habe er in der Vergangenheit selten auch Privates von sich preisgegeben und sich ab und an mit Freundinnen auf dem roten Teppich gezeigt. Aber: „Meine Freundinnen sind in der Öffentlichkeit in der Regel angezogen.“ Es gebe einen großen Unterschied zwischen Privat- und Intimsphäre, betonten Fischers Anwälte: „Alles bis zur Gürtellinie ok.“ Wo das Video heute sei, weiß Fischer nach eigenen Angaben nicht. „Ich hab's nicht.“

Kommentare (1)

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Brimborius

18.12.2012, 16:23 Uhr

Na zum Glück gibt´s zum Jahresende hin keine anderen Probleme.

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