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29.07.2012

14:25 Uhr

Flaggenstreit

Kapitän der „MS Deutschland“ legt nach

Der Kapitän des „Traumschiffs“ wehrt sich heftig gegen die Ausflaggung seines Kahns - und fährt schwere Rhetorik auf. „Das ist so, als würde man das Brandenburger Tor an die Chinesen verkaufen“, sagt er.

Der Kapitän der „MS Deutschland“, Andreas Jungblut (rechts, hier mit „Traumschiff“-Filmkapitän Siegfried Rauch) hat angeblich keine Erlaubnis mehr an Bord seines Schiffes zu gehen. picture-alliance/ dpadpa/ picture alliance

Der Kapitän der „MS Deutschland“, Andreas Jungblut (rechts, hier mit „Traumschiff“-Filmkapitän Siegfried Rauch) hat angeblich keine Erlaubnis mehr an Bord seines Schiffes zu gehen.

Hamburg / LondonDer „Traumschiff“-Kapitän Andreas Jungblut zeigt sich im Beflaggungs-Streit weiter kämpferisch. „Wenn ein Schiff "Deutschland" heißt und es zudem noch das berühmteste Schiff des Landes ist, dann kann man das nicht einfach so ausflaggen“, sagte der Hamburger der „Bild am Sonntag“.

Der Eigner des ZDF-„Traumschiffs“ Aurelius will die „Deutschland“ künftig unter der Flagge Maltas fahren lassen, weil die Bundesregierung die Schifffahrtshilfen gekürzt hat.

„Das ist so, als würde man das Brandenburger Tor an die Chinesen verkaufen“, kritisierte Jungblut. Der derzeit urlaubende Kapitän war vergangene Woche nach eigenen Angaben des Schiffes verwiesen worden, als er seiner Mannschaft im Flaggenstreit beistehen wollte. Die zum Münchner Investor Aurelis gehörende Reederei Deilmann wies die Anschuldigung zurück.

Zu hohe Kosten: Heftiger Streit um Ausflaggung der„MS Deutschland“

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Heftiger Streit um Ausflaggung der„MS Deutschland“

Das „Traumschiff“ soll aus Kostengründen künftig unter der Flagge Maltas statt Deutschlands fahren. Der eigene Kapitän sei an Bord „nicht mehr erwünscht" und erhebt schwere Vorwürfe gegen die Reederei.

Die „Deutschland“ liegt derzeit in London als Hotelschiff für Olympia-Besucher und Prominente. Aurelius hatte die Reederei Deilmann mit Sitz in Neustadt in Schleswig-Holstein nach deren Insolvenz im Sommer 2010 übernommen.

Von

dpa

Kommentare (6)

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Account gelöscht!

29.07.2012, 15:05 Uhr

"Der Eigner des ZDF-„Traumschiffs“ Aurelius will die „Deutschland“ künftig unter der Flagge Maltas fahren lassen, weil die Bundesregierung die Schifffahrtshilfen gekürzt hat."

Wir wollten nächstes Jahr eine Kreuzfahrt machen. Na dann weiß ich schon mal mit welchem Schiff wir nicht fahren werden. Von mir aus können sie ja versuchen das Schiff mit Maltesern zu füllen.

Kurt

29.07.2012, 15:30 Uhr

das Problem bei einem Nichtmitfahren ist aber, dass die Besatzung ihren Arbeitsplatz verliert. Ist kein Passagier an Bord, braucht man auch keine Besatzung. Die Leidtragenden sind dann diejenigen, die es am meisten trifft

Revisor

29.07.2012, 16:32 Uhr

Verantwortlich für diese Posse ist AURELIUS-Chef Dr. Dirk Markus: „Heuschrecken haben ihren Schrecken verloren.
Aber: Investoren müssen um Vertrauen werben "

So sieht das Werben also bei Dr. Markus aus.....

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