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01.05.2014

19:12 Uhr

Flug MH370

Verschwinden der Boeing blieb 17 Minuten unbemerkt

Auf fünf Seiten listet die malaysische Regierung Versäumnisse auf. Demnach bemerkte 17 Minuten lang niemand das Verschwinden von MH370. Die Such- und Rettungsaktion wurde erst vier weitere Stunden später eingeleitet.

Malaysias Transportminister Hishamuddin Hussein. In einem ersten Zwischenbericht zu den Umständen um das Verschwinden von MH370 wurden eklatante Versäumnisse der Verantwortlichen festgestellt. Reuters

Malaysias Transportminister Hishamuddin Hussein. In einem ersten Zwischenbericht zu den Umständen um das Verschwinden von MH370 wurden eklatante Versäumnisse der Verantwortlichen festgestellt.

Das Verschwinden des malaysischen Passagierflugzeuges vom Radar blieb am 8. März 17 Minuten unbemerkt, die Suchaktion wurde erst nach vier weiteren Stunden eingeleitet. Das geht aus einem Zwischenbericht der malaysischen Regierung zu dem mysteriösen Flug MH370 hervor, der am Donnerstag veröffentlicht wurde. Die Boeing 777 und die 239 Insassen sind bis heute nicht gefunden worden.

Der fünf Seiten umfassende Bericht ist mit dem 9. April datiert und ging an die Internationale Luftverkehrsorganisation. Er enthält Audioaufnahmen über Gespräche zwischen Cockpit und Fluglotsen, den Frachtbrief und den Sitzplan der Maschine. Darüber hinaus wurde eine Karte mit dem Flugweg der Boeing angefügt und ein Dokument, das die von den malaysischen Behörden nach dem Verschwinden des Flugzeugs ergriffenen Maßnahmen auflistet. Viele der Informationen waren zuvor schon veröffentlicht worden.

Dem Bericht zufolge verließ MH370 um 01.21 Uhr (Ortszeit) am 8. März das malaysische Radar. Vietnamesische Fluglotsen erkundigten sich aber erst um 01.38 Uhr nach dem Flugzeug. Die malaysischen Behörden hätten vier Stunden später, um 05.30 Uhr, eine Such- und Rettungsaktion eingeleitet, nachdem Versuche, das Flugzeug zu orten, gescheitert waren.

Die Fluggesellschaft Malaysia Airlines habe an einem Punkt vermutet, MH370 sei in kambodschanischen Luftraum geflogen. Entsprechende Signale seien aufgefangen worden. Die kambodschanischen Behörden hätten erklärt, sie hätten weder Kontakt noch Informationen zu MH370.

Die Boeing 777 war am 8. März auf dem Flug von Kuala Lumpur nach Peking mit 239 Menschen an Bord vom Radar verschwunden. Satellitendaten legen nahe, dass das Flugzeug umkehrte und letztlich über dem südlichen Indischen Ozean abstürzte. Eine intensive Suche von Australien aus blieb jedoch bislang erfolglos.

Die Fluggesellschaft Malaysia Airlines schickt derweil die Angehörigen der Insassen der seit bald zwei Monaten vermissten Maschine nach Hause. Am Donnerstag kündigte das Unternehmen an, die Familienbetreuungszentren in Peking und Kuala Lumpur zum 7. Mai zu schließen. Die Angehörigen sollten künftig „in ihrer vertrauten Umgebung“ mit Informationen versorgt werden.

Von

ap

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

02.05.2014, 08:05 Uhr

Die ganze Sache ist oberfaul und stinkt....
Mal sehrn wozu der Flieger gebraucht wird und wo er wieder auftaucht ....

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