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29.01.2004

15:10 Uhr

Flug-Passagiere müssen den ganzen Tag mit Verzögerungen rechnen

Berufsverkehr versinkt im Schneechaos

Heftige Schneefälle haben am Donnerstag teils chaotische Zustände auf den Straßen in mehreren Bundesländern angerichtet. Allein in Nordrhein-Westfalen registrierte die Polizei am frühen Morgen 230 Kilometer Stau. Von Mitternacht bis 6.00 Uhr morgens wurden in dem Bundesland 250 Verkehrsunfälle gemeldet, elf Menschen wurden verletzt, zwei davon schwer. Auf dem Frankfurter Flughafen fielen wegen verschneiter Rollbahnen mehr als 80 Flüge aus.

HB HAMBURG/FRANKFURT/BOCHUM. In Hamburg zählte die Polizei mehr als 100 Unfälle. Bahnstrecken zwischen Gelsenkirchen und Bochum sowie Hagen und Lüdenscheid wurden vorübergehend gesperrt.

In weiten Teilen Nordfrankreichs hatten die Schulkinder frei, weil die Schulbusse wegen starken Schneefalls in den Depots blieben. Auch in Hessen blieben am Morgen Schulen geschlossen. In Großbritannien hatten bereits am Mittwochabend heftige Schneestürme zu einer starken Beeinträchtigung des Flug- und Straßenverkehrs geführt.

In Nordrhein-Westfalen, Hessen und Niedersachsen blockierten quer stehende Lastwagen mehrere Autobahnen. So herrschte auf der A 1 in Fahrtrichtung Köln stundenlanger Stillstand. In Düsseldorf sagte ein Polizeisprecher: „Hier gibt es Unfälle en masse“. Pendler kamen tausendfach zu spät zur Arbeit. Im Regierungsbezirk Weser-Ems zählte die Polizei binnen weniger Stunden 43 Unfälle. Auch im Harz, wo in der Nacht etwa 20 Zentimeter Schnee gefallen sind, krachte es mehrfach.

Bei einem Unfall auf der Autobahn 24 (Hamburg - Berlin) wurden am frühen Donnerstag drei Menschen verletzt, zwei von ihnen schwer. Ein Lastwagenfahrer war bei Schwarzenbek auf einen Streuwagen aufgefahren. Der Lastwagen stellte sich quer, ein nachfolgender Transporter raste in den Anhänger. Der Streuwagen stürzte um.

In Aachen blieb in der Nacht ein Technik-Lastwagen von Udo Jürgens auf schneeglatter Fahrbahn hängen - allderings erst nach einem Auftritt des Sängers.

In Bayern wurden bei einem Schnee-Unfall nahe Windischeschenbach bereits am Mittwochabend vier Menschen verletzt.

Der erneute Wintereinbruch hat auch am Frankfurter Flughafen zu zahlreichen Flugausfällen und Verspätungen geführt. Wegen verschneiter Rollbahnen und vereister Flugzeuge wurden mindestens 80 Flüge ganz gestrichen. Die Passagiere seien auf andere Flüge umgebucht worden, tielte die Betreibergesellschaft Fraport mit. Zahlreiche Flüge hätten zudem bei der Ankunft wie auch beim Abflug bis zu eine Stunde Verspätung. Verzögerungen gab es auch auf den Flughäfen Stuttgart, Düsseldorf und Köln-Bonn.

Passagiere müssten noch den gesamten Tag lang mit Verzögerungen rechnen. Der Sprecher riet den Reisenden, sich direkt mit den Airlines in Verbindung zu setzen, um die aktuelle Lage zu erfragen.

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