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29.12.2014

12:08 Uhr

Flug QZ 8501

Air-Asia-Maschine bleibt vermisst

Meldungen über Wrackteile bewahrheiten sich nicht, vom Flugzeug der Air Asia fehlt weiterhin jede Spur. Möglicherweise ist der Airbus A320 bereits auf den Meeresboden gesunken. Aber auch an Land wird gesucht.

Flug QZ 8501

Vermisster Airbus: Liegt Maschine auf dem Meeresgrund?

Flug QZ 8501: Vermisster Airbus: Liegt Maschine auf dem Meeresgrund?

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Düsseldorf/JakartaVon dem in Südostasien vom Radar verschwundenen Air-Asia-Flugzeug fehlt weiter jede Spur. Dutzende Flugzeuge, Schiffe und Hubschrauber aus Indonesien, Malaysia und Singapur waren in der Javasee zwischen Sumatra und Borneo im Sucheinsatz.

Wrackteile konnten aber nicht geortet werden. Australische Flugzeuge hatten zwar Gegenstände entdeckt, doch offenbar stammen diese nicht vom vermissten Flieger, meldete die Nachrichtenagentur AFP. Nach Angaben der indonesischen Luftwaffe hatten die australischen Flugzeuge die „verdächtigen“ Objekte etwa 1100 Kilometer von dem Ort entfernt gemeldet, wo die verschollene Maschine am Sonntagmorgen den letzten Funkspruch absetzte.

100 Seemeilen vor der Insel Belitung wurde aber immerhin eine Ölspur entdeckt. Experten untersuchen, ob es sich um Flugbenzin handelt, wie die indonesische Luftwaffe mitteilte.

Das Verschwinden von Air Asia Flug 8501

Start

Flug Air Asia 8501 hebt am Sonntagmorgen um 05.31 Uhr Ortszeit (23.31 Uhr MEZ) vom Flughafen Surabaya ab und nimmt Kurs auf Singapur.

Quelle: AP

Letzter Funkkontakt

Der Pilot und die Bodenkontrolle der indonesischen Luftfahrtbehörden haben um 06.31 Uhr letztmals Kontakt. Der Pilot bittet um Erlaubnis, den Kurs nach links zu ändern und auf eine Höhe von 34.000 Fuß (10.360 Meter) zu steigen, um Wolken zu umfliegen. Ein Notsignal aus dem Cockpit gab es jedoch nicht, wie Djoko Murjatmodjo sagte, Indonesiens amtierender Generaldirektor für Transport.

Kein Kontakt mehr

Nach Angaben der Fluggesellschaft Air Asia ist der Airbus A320-200 zum Zeitpunkt des letzten Kontakts auf der vorgesehenen Flugroute. Nach Murjatmodjos Worten wird vermutet, dass der Flieger über der Javasee verschwand, und zwar zwischen Tanjung Pandan auf der Insel Belitung und Pontianak auf dem indonesischen Teil der Insel Borneo.

Suche startet

Die drei umliegenden Staaten Indonesien, Singapur und Malaysia starten eine Suchmission. Drei indonesische Flugzeuge werden zur mutmaßlichen Stelle des Verschwindens entsandt, Singapur stellt zwei C-130-Flugzeuge.

Angehörige am Flughafen

Dutzende Angehörige der Menschen an Bord des vermissten Flugzeugs strömen zum Flughafen Surabaya und warten in einem Raum gemeinsam auf Nachricht.

Air-Asia-Chef meldet sich via Twitter

Der malaysische Chef von Air Asia, Tony Fernandes, meldet sich über Twitter zu Wort: „Danke für eure Gedanken und Gebete. Wir müssen stark bleiben.“ Später kündigt er an, selbst nach Surabaya zu reisen.

„Wir haben keinerlei Informationen über den Verbleib des Flugzeugs“, räumte der Chef der Transportsicherheitsbehörde, Tatang Kurniadi, am Nachmittag (Ortszeit) ein. An Bord von Flug QZ8501 waren 162 Menschen, überwiegend Indonesier.

„Wir gehen davon aus, dass die Maschine auf dem Meeresboden liegt“, sagte der Chef der Such- und Rettungsbehörde, Bambang Sulistyo. „Wenn das stimmt, wird es schwierig sein, sie zu lokalisieren, weil unsere Ausrüstung dafür nicht ausreicht.“

Er bezog sich auf Schleppsonden, die unter Wasser Ultraschallsignale auffangen können. Die Datenschreiber in jedem Flugzeug sind mit sogenannten Ortungsbaken ausgestattet, die solche Signale aussenden. Singapur bot die Entsendung von zwei solchen Schleppsonden an. Die Experten stünden auf Abruf bereit, teilte die Behörde für Zivilluftfahrt mit.

„Wir suchen auch an Land“, sagte der Chef der Zivilluftfahrt-Behörde, Djoko Murjatmojo. „Wir können nicht ausschließen, dass die Maschine in Westkalimantan (auf Borneo) oder auf Bangka oder Belitung abgestürzt ist.“ Das Suchgebiet umfasst fast 13.000 Quadratkilometer, eine Fläche fast so groß wie Schleswig-Holstein.

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Lokale Medien berichteten von Fischern, die in der Region am Sonntagmorgen einen lauten Knall gehört haben wollen. Solche Berichte zu verifizieren ist nach Angaben der Such- und Rettungsdienste aber extrem schwierig. In Jakarta traf ein Team von Airbus ein, um bei der Untersuchung der Unglücksursache zu helfen. Ohne Ortung der Maschine und der Blackboxen, die Gespräche im Cockpit und Messdaten aufzeichnen, konnten sie aber wenig tun.

Die Maschine von Air Asia war auf dem Weg von Surabaya in Indonesien nach Singapur und verschwand vom Radar, kurz nachdem der Pilot eine Gewitterfront gemeldet und um Kursänderung gebeten hatte. Seit dem frühen Sonntagmorgen (kurz nach Mitternacht MEZ) fehlt jeder Kontakt zu der sechs Jahre alten Maschine. Air Asia korrigierte erste Angaben zur Erfahrung des Piloten: Kapitän Iriyanto, der wie viele Indonesier nur einen Namen trägt, hatte 6100 Flugstunden nur mit Air Asia absolviert, insgesamt aber 20.537 Flugstunden auf dem Konto.

Die Maschine gehört „Indonesia Air Asia“, die zu 49 Prozent der Muttergesellschaft Air Asia aus Malaysia gehört. Air Asia ist eine der größten Billigfluggesellschaften der Welt.

Kommentare (4)

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Herr Freund Hein

29.12.2014, 09:58 Uhr

Allen Journalisten ins Stammbuch:
Dies ist der Flug Indonesia-AirAsia-8501.
AirAsia hält 49% der indonesischen Gesellschaft, deren Flugzeuge auch in Indonesien registriert sind.

Es trifft also nicht nur Malaysia.

Wer die Dinger wozu runterholt erschließt sich mir noch nicht, aber dass kann ja noch werden.

Account gelöscht!

29.12.2014, 11:32 Uhr


Der Australischer GEHEIMDIENST wusste auch Angeblich...

wo sich die MH-370 befunden hätte...

dabei hat sich DER GEHEIMDIENST BLAMIERT...

weil nach über 9 Monaten ist von der MH-370 noch nichts aufgetaucht.

WER HAT DIE KOSTEN FÜR DIE BLAMAGE BEZAHLT ???







Herr Freund Hein

29.12.2014, 11:53 Uhr

Was soll mir das?

Vielleicht ist der Königliche Geheimdienst der Känguruhs ja ganz einfach zu verschwiegen, um die Wahrheit aufzudecken.
Ist ja auch gar nicht seines Amtes. Eher im Gegenteil.

Je öfter so was merkwürdiges passiert, desto eher wird die Version der "runter geholten" Maschinen (und zwar von geheimen Diensten zu politischen Zwecken!) plausibel.
Als wenn Sie schon mal was mehr gewusst hätten, als etwas plausibles. Quellenstudium macht doch praktisch niemand.: Keine Zeit - keine Möglichkeit!

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