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11.10.2014

11:29 Uhr

Fluggast sorgt für Großeinsatz

„Ich habe Ebola. Ihr seid verloren“

Makabrer Ebola-Scherz wird zum Internet-Hit: Ein Passagier an Bord eines US-Flugzeugs hat einen Sondereinsatz ausgelöst, weil er behauptet hat, er sei an der Seuche erkrankt. Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art.

Offenbar wenig Angst vor Ebola: Die Passagiere filmten den Großeinsatz der mit Schutzanzügen bekleideten Helfer. Screenshot Youtube

Offenbar wenig Angst vor Ebola: Die Passagiere filmten den Großeinsatz der mit Schutzanzügen bekleideten Helfer.

New YorkEin makaberer Scherz über Ebola an Bord eines US-Flugzeugs hat einen Sondereinsatz ausgelöst. „Hey, ich habe Ebola. Ihr seid verloren“, soll ein Passagier in der Maschine von US Airways am Mittwoch auf dem Flug von der Ostküstenstadt Philadelphia in die Dominikanische Republik gesagt haben. Ein Video des folgenden Sondereinsatzes nach der Landung wurde bis zum Samstag auf YouTube fast 4,5 Millionen Mal angeklickt.

Bei der Landung wurden alle Passagiere gebeten, auf ihren Plätzen zu bleiben, während ein Sondereinsatzteam in Schutzkleidung in das Flugzeug kam. In dem Internetvideo von dem Vorfall ist eine Stewardess zu hören, wie sie die Passagiere zu beruhigen versucht. „Es sieht schlimmer aus, als es ist“, sagte die Stewardess. „Ich glaube der Mann, der das gesagt hat, ist ein Idiot.“

Während der Mann von den Spezialisten abgeführt wird, ist zu hören, wie er versichert, es sei nur ein Witz gewesen, er sei nicht aus Afrika. Bei einem zweiten Vorfall wurde ein Passagier, der sich auf einem Flug von Delta Air Lines hatte übergeben müssen, bei der Ankunft in Las Vegas von Ärzten des Seuchenbekämpfungszentrums aus dem Flugzeug geholt.

Der Mann war angeblich kürzlich in Afrika und soll Kontakt mit Ebola-Kranken gehabt haben. Der Flughafen teilte später allerdings mit, eine Untersuchung habe keine Anzeichen auf eine Ebola-Infektion bei dem Passagier ergeben.

In Westafrika sind laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits mehr als 4000 Menschen dem tödlichen Virus erlegen. Am stärksten betroffen sind Liberia, Guinea und Sierra-Leone, doch auch in Nigeria und dem Senegal gab es einzelne Fälle.

Mehrere infizierte Ärzte und Krankenpfleger wurden zur Behandlung nach Europa und die USA ausgeflogen, wo sie zum Teil verstarben. In Spanien soll sich zudem eine Krankenschwester bei der Pflege von Ebola-Kranken infiziert haben.

Von

afp

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