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03.08.2016

16:20 Uhr

Flughafen Dubai

Emirates-Maschine legt Bruchlandung hin

Eine Maschine von Emirates mit 300 Menschen an Bord ist bei einer Bruchlandung in Dubai nur knapp einer Katastrophe entgangen. Der Flughafen war jedoch zeitweise dicht, für deutsche Passagiere gab es große Verspätungen.

Bruchland einer Boeing von Emirates

Amateuraufnahmen zeigen Flugzeugunglück in Dubai

Bruchland einer Boeing von Emirates: Amateuraufnahmen zeigen Flugzeugunglück in Dubai

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DubaiDie 300 Insassen einer Boeing 777 der Fluggesellschaft Emirates sind bei der Bruchlandung ihrer Maschine auf dem Flughafen von Dubai am Mittwoch offenbar nur knapp einer Katastrophe entkommen. Alle 282 Passagiere - darunter zwei Deutsche - und 18 Besatzungsmitglieder konnten sich nach Angaben der Fluggesellschaft aus dem Flugzeug retten, das nach dem Crash in Flammen aufging.

Der Flughafen, eines der größten Drehkreuze im internationalen Flugverkehr, wurde für rund sechs Stunden gesperrt. Am Abend sollte der Betrieb wieder aufgenommen werden, wobei nach Angaben des Flughafens Großraummaschinen Vorrang eingeräumt werde.

Die Ursache für die Bruchlandung war zunächst unklar. Die dem Emirat Dubai gehörende Fluglinie berichtete über Twitter lediglich von einem „Unfall“ einer ihrer Maschine und fügte hinzu, die genauen Hintergründe noch nicht zu kennen. Die Zivilluftfahrtbehörde des Emirats leitete gemeinsam mit der Airline und dem Flughafenbetreiber eine Untersuchung ein.

Flug EK521 kam laut Emirates mit 282 Passagieren und 18 Besatzungsmitgliedern aus dem indischen Thiruvananthapuram nach Dubai, als er gegen 12.45 Uhr (10.45 Uhr MESZ) bei der Landung verunglückte. Die meisten der Passagiere stammen aus Indien, 24 kommen aus Großbritannien und elf aus Dubai. Auf Amateuraufnahmen in den sozialen Netzwerken ist zu sehen, wie Flammen aus der Maschine schlagen und schwarze Rauchsäulen aufsteigen.

Passagierin Sharon Maryam Sharji beschrieb die Landung als Horrorszenario. „Als wir landeten, drang Rauch in die Kabine ein. Menschen schrien, und das Flugzeug setzte sehr hart auf. Wir kamen über Notrutschen raus, und als wir draußen auf der Landebahn waren sahen wir, dass das ganze Flugzeug in Flammen aufging. Das war der Horror.“ Ein großer Teil des Rumpfs wurde von dem Feuer zerstört. Nach Angaben des Emirats Dubai konnten alle Passagiere in Sicherheit gebracht werden, verletzt wurde demnach niemand. Zwei Stunden später war der Brand gelöscht.

Laut dem Informationsdienst Aviation Herald sollen sich die Piloten entschieden haben, das Flugzeug bei der Landung durchzustarten (im Fachjargon: „Go-Around“). Daraufhin hätten sie das Fahrwerk eingezogen, aber die Maschine sei nicht in die Luft gestiegen. Stattdessen soll sie ohne Fahrwerk auf die Landebahn aufgeschlagen sein. Dabei könnte sich das Treibwerk entzündet haben, hieß es.

Der Wetterbericht für Dubai soll für die Unglückszeit in Dubai eine sogenannten „Windshear“-Warnung ausgesprochen haben. Dabei handelt es sich um plötzlich auftretende Böen aus verschiedenen Richtungen, die für Landungen und Starts gefährlich sein können.

Nach dem Unfall suspendierte der Flughafenbetreiber zunächst alle Starts, später stellte er den Betrieb komplett ein. Am Nachmittag kündigte er dann für den Abend die Wiederaufnahme der Starts an. Alle ankommenden Flüge wurden bis dahin auf andere Flughäfen umgeleitet – Dubai verfügt über einen zweiten, kleineren Flughafen, in den Vereinigten Arabischen Emirate gibt es noch drei weitere.

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