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11.12.2015

14:21 Uhr

Flughafen Malaysia

Eigentümer von gefundenen Boeings offenbar entdeckt

Anderthalb Jahre haben die malaysischen Behörden nach dem Besitzer dreier herrenloser Flugzeuge gesucht – nun hat sich eine Luftfrachtgesellschaft als Besitzerin gemeldet. Dort ist man verblüfft über die Suche.

Ohne Lackierung steht eines der drei Flugzeug im Flughafen von Kuala Lumpur. Der Besitzer wurde offenbar gefunden. Reuters

Verlassenes Flugzeug

Ohne Lackierung steht eines der drei Flugzeug im Flughafen von Kuala Lumpur. Der Besitzer wurde offenbar gefunden.

Kuala LumpurDie Suche per Zeitungsannonce nach den Eigentümern von drei herrenlosen Jets auf dem Flughafen der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur ist offenbar erfolgreich gewesen. Ein neues malaysisches Luftfrachtunternehmen erklärte am Freitag, die seit einem Jahr dort geparkten Jets gehörten ihm. Man sei schockiert über die Behauptung der Behörden, dass der Eigentümer nicht gefunden werden könne, erklärte Swift Air Cargo.

Der Betreiber des Flughafens hatte am Montag in den beiden großen Zeitungen des Landes Fotos der drei Boeing 747-200s veröffentlicht und gewarnt, der Flughafen behalte sich vor, die Maschinen zu verkaufen, falls sich niemand innerhalb von 14 Tagen melde.

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Mehr als 33 Millionen Mal sind Flugzeuge im vergangenen Jahr abgehoben. Immer wieder stehen die Maschinen aber auch auf dem Boden herum: als Ersatzteillager, als Pfandgut – oder weil der Besitzer unbekannt ist.

Swift Air Cargo teilte mit, man habe die Flugzeuge im Juni erworben. Seitdem stehe man mit dem Betreiber des Flughafens, der Holding Berhad, in Kontakt. Dieser habe nun verlangt, der Kauf müsse besser dokumentiert werden. „Wir sind verblüfft und perplex über das Verhalten des malaysischen Flughafens.“ Swift sei Eigentümer und habe seine Maschinen definitiv nicht vergessen.

Der Flughafen teilte mit, die Eigentümerschaft könne derzeit nicht zufriedenstellend geklärt werden. Man habe den mutmaßlichen Eigentümer um mehr Informationen gebeten. Die Zeitungsanzeige sei ein normaler Weg gewesen, um Schulden einzutreiben.

Swift erklärte, man sei lediglich für die seit Juni angefallenen Parkgebühren verantwortlich. Man sei aber bereit, mit dem Flughafenbetreiber zu verhandeln.

Von

ap

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