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06.01.2010

10:37 Uhr

Flugsicherheit

Honig für TNT gehalten

An den US-Flughäfen zeigen die verschärften Sicherheitsvorkehrungen Wirkung: Immer wieder werden die Terminals wegen verdächtiger Stoffe im Handgepäck geschlossen. Gleichzeitig wurde bekannt, dass die Sicherheitspanne am Flughafen Newark größer war, als zunächst gedacht. Die Deutschen zeigen sich in der Nacktscanner-Debatte unterdessen pragmatisch: Ein Großteil der Bevölkerung ist offenbar für die flächendeckende Einführung der Geräte.

Frau im Nacktscanner: Deutsche sind überwiegend für die Einführung der Geräte. ap

Frau im Nacktscanner: Deutsche sind überwiegend für die Einführung der Geräte.

HB BAKERSFIELD/NEWARK/BERLIN. Im schärferen Kontrollen an US-Flughäfen führen zu immer skurileren Meldungen. Jetzt haben fünf Flaschen mit Honig am Flughafen von Bakersfield in Kalifornien Terroralarm ausgelöst und den Flugbetrieb stundenlang lahmgelegt. Ein Gärtner aus Milwaukee hatte den in Gatorade-Flaschen gefüllten Honig in seinem Handgepäck. Bei ersten Überprüfungen schlug der Alarm wegen mutmaßlicher Spuren des Plastiksprengstoffs TNT an, wie die Polizei am Flugplatz Bakersfield Meadows Fields am Dienstag mitteilte. Zwei Beamte erklärten, ihnen sei von Dämpfen aus der Reisetasche übel geworden.

Sicherheitsbeamte prüften nun, was in dem Honig oder in der Tasche den Alarm ausgelöst haben könnte, womöglich Spuren von Dünger. Der Besitzer des Gepäckstücks wurde verhört. Er gab an, er habe in Kalifornien seine Schwester besucht.

„Wie kommt jemand in diesen Tagen auf die Idee, Honig in Gatorade-Flaschen zu füllen“, fragte Sheriff Donny Youngblood mit Blick auf den verhinderten Terroranschlag von Detroit erbost. Es sei gut, dass das System angeschlagen habe, denn „etwas stimmt hier nicht“. Es brauche allerdings seine Zeit und koste eine Menge Geld, einen Flughafen zu schließen.

Unterdessen wurde bekannt, dass die Panne am Flughafen Newark größer als zunächst angenommen war: Zunächst war am Sonntag ein Unbekannter durch einen Ausgang in falscher Richtung in den Sicherheitsbereich gelangt. Und weil die Kamerabilder von der Sicherheitsschleuse nicht aufgezeichnet wurden, konnte der Eindringling nicht identifiziert werden, wie die Behörden am Dienstag (Ortszeit) mitteilten.

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