Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

07.01.2014

14:53 Uhr

Flugverkehr gestört

Polizei ermittelt nach Ufo-Alarm in Bremen

Ein unbekanntes Objekt hat in der Nacht den Flugverkehr in Bremen lahmgelegt. Auf dem Radar der Flugsicherung tauchte ein fliegendes Etwas auf – erst Stunden später verschwand es. Nun ermittelt die Polizei.

Die Flugsicherheit in Düsseldorf überwacht die Landebahn. Ihre Kollegen in Bremen hatten ein unidentifizierbares Flugobjekt auf dem Radar – und stellten den Flugverkehr aus Vorsicht kurzzeitig ein. dpa

Die Flugsicherheit in Düsseldorf überwacht die Landebahn. Ihre Kollegen in Bremen hatten ein unidentifizierbares Flugobjekt auf dem Radar – und stellten den Flugverkehr aus Vorsicht kurzzeitig ein.

BremenEin unbekanntes Flugobjekt hat Passagieren am Bremer Airport einen Strich durch ihre Reiseplanungen gemacht. Wie der Flughafen in der Nacht zum Dienstag mitteilte, tauchte ein fliegendes Etwas am Montagabend mehrmals kurzzeitig auf dem Radar der Flugsicherung auf. Erst drei Stunden später verschwand es wieder. Auch ein Polizeihubschrauber konnte das vermeintliche Ufo im Anflugbereich des Airports nicht entdecken. Ein Flug aus Frankfurt musste gestrichen werden, eine weitere Maschine aus München wurde nach Hannover umgeleitet. Ein Flieger aus Paris musste über Bremen kurze Zeit in der Luft ausharren, ehe er landen konnte.

„Wir wissen immer noch nicht, was das war. Aber es war was da“, sagte ein Bremer Polizeisprecher. Möglicherweise könne es sich um ein drohnen- oder ballonartiges Fluggerät gehandelt haben. Wegen der Streichung des Frankfurt-Fluges am Abend sollte auch der erste Flug am Dienstagmorgen zurück nach Frankfurt gestrichen werden, hieß es vonseiten des Flughafens.

Nun hat die Polizei Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr aufgenommen. „Das ist eine Straftat und kann mit einer Geldstrafe oder bis zu fünf Jahren Gefängnis bestraft werden“, sagte Sprecher Nils Matthiesen am Dienstag. Auch zwei Polizisten sahen ein leuchtendes Objekt am Himmel. Die Polizei hofft nun auf Zeugenaussagen, die helfen, den Fall aufzuklären.

Für den Mannheimer Ufo-Erforscher Werner Walter gibt es für das Bremer Etwas eine einfache natürliche Erklärung. Seiner Einschätzung nach ist der Auslöser ein sogenannter Radarengel, wie Walter der Nachrichtenagentur dpa am Dienstag sagte. „Wenn Radarsignale ausgeschickt werden, dann brechen die sich irgendwo, am Hochhaus, am Baum oder weiß der Geier wo – und sorgen eben für Falschsignale.“ Walter deckt seit 1976 die natürlichen Hintergründe zunächst geheimnisvoller Ufos auf.

Am Sonntag war in der sächsischen Gemeinde Neumark bei Zwickau ein zunächst nicht identifiziertes Fluggerät auf dem Feld hinter dem Haus eines Mannes gelandet. Stunden später entpuppte es sich als ein ferngesteuerter Modell-Zeppelin.

Von

dpa

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Numismatiker

07.01.2014, 14:49 Uhr

"Nun hat die Polizei Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr aufgenommen."

Richtig so! Und den Strafbefehl schickt sie dann zum Andromedanebel, zweiter Außenarm, dritter Planet des siebten Sterns von links unten.

HAHAHA selten so gelacht!

Rita

09.01.2014, 10:44 Uhr

Radarengel? Und wegen sowas 3 Stunden nicht landen können? Na ich weiß nicht... Das müssten die Piloten etc doch gelernt haben/wissen, dass es sowas wie radarengel gibt. Klingt für mich unrealistisch.

Eins bringt mich ins stutzen: Hab den Bericht drüber in den RTL2 News gesehen, und da wurde behauptet, dass es am Radar eben NICHT sichtbar war.
Einmal so einmal so?
Seltsam!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×