Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

12.04.2014

12:01 Uhr

Flugzeugsuche

MH370-Ermittler im Kampf gegen die Zeit

Die Batterien der Blackbox des Flugs MH370 dürften bald leer sein – wenn sie es nicht schon sind. Seit Tagen wurde kein Signal mehr empfangen. Der australische Premier Abbott spricht von einer „gewaltigen Aufgabe“.

Die Suche nach dem verschollenen Flugzeug geht weiter: Das australische Militär sucht den Indischen Ozean ab. AFP

Die Suche nach dem verschollenen Flugzeug geht weiter: Das australische Militär sucht den Indischen Ozean ab.

PerthDer australische Premierminister Tony Abbott geht davon aus, dass die Suche nach dem verschollenem malaysischen Flugzeug im Indischen Ozean wahrscheinlich noch „für eine lange Zeit“ fortgesetzt werden muss. „Niemand sollte die Schwierigkeiten der Aufgabe unterschätzen, die noch vor uns liegt“, sagte Abbott am Samstag - dem letzten Tag seines Chinabesuchs. Zwar habe man die Suche im Meeresgebiet deutlich eingegrenzt, aber es sei eine „gewaltige, gewaltige Aufgabe“, irgendetwas zu orten, das sich 4,5 Kilometer unter der Meeresoberfläche und rund 1000 Kilometer vom Land entfernt befinde.

Die Suche nach der Blackbox wurde am Samstag mit zehn Flugzeugen und 14 Schiffen fortgesetzt. Fünf Wochen nach dem Verschwinden der Maschine entwickelt sie sich aber immer stärker zu einem Rennen gegen die Zeit, da die Batterien des Senders von der Blackbox nur rund einen Monat halten. Am Samstag wurden keine weiteren akustischen Signale aus den Tiefen des Ozeans aufgefangen.

Die Blackbox zu finden, wenn die Batterien nicht mehr funktionieren, wird extrem schwierig sein. Abbott sagte: „Wenn wir davon ausgehen, dass es bald kein Signal der Blackbox mehr gibt, müssen wir jetzt so viele Entdeckungen machen wie möglich.“. So könne man das Suchgebiet so weit wie möglich eingrenzen. Die Unterwasser-Suchzone ist derzeit rund 1300 Quadratkilometer groß. Die Experten wollen die Quelle der Geräusche so genau wie möglich festlegen und dann einen Unterwasserroboter schicken, der nach dem Wrack suchen soll.

Am Freitag hatte sich Abbott optimistisch gezeigt, die Blackbox zu finden: „Wir sind sicher, dass wir die Position des Flugschreibers bis auf einige Kilometer genau kennen“, sagte er. Allerdings stammten die akustischen Signale, die am Donnerstag aufgefangen wurden, doch nicht von der Blackbox des Flugzeugs. Seit vergangenen Samstag waren im südlichen Indischen Ozean fünf Funksignale empfangen worden.

Die Maschine der Malaysia Airlines war am 8. März auf dem Flug von Kuala Lumpur nach Peking spurlos verschwunden. Nach Auswertung von Satellitendaten wird angenommen, dass sie umkehrte und nach stundenlangem Flug in südwestlicher Richtung ins Meer stürzte. Die Blackbox könnte die Frage klären, wie Flug MH370 so weit vom Kurs abkommen konnte. An Bord waren 239 Menschen.

Von

ap

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×