Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

28.12.2016

16:04 Uhr

Flugzeugunglück im Schwarzen Meer

Russische Retter bergen Tupolew-Teile

Das Flugzeugunglück am Schwarzen Meer kommt für Russlands Militär zur Unzeit. Umso schneller soll die Ursache geklärt werden. Erste angebliche Zitate der Piloten in Not kursieren bereits.

Eine Tupolew Tu-154 des russischen Verteidigungsministeriums steht auf dem Chkalovsky Militärflughafen. Mit diesem Modell ist der russische Alexandrow-Armeechor abgestürzt. (Symbolbild) dpa

Tupolew Tu-154

Eine Tupolew Tu-154 des russischen Verteidigungsministeriums steht auf dem Chkalovsky Militärflughafen. Mit diesem Modell ist der russische Alexandrow-Armeechor abgestürzt. (Symbolbild)

SotschiDrei Tage nach dem Flugzeugabsturz im Schwarzen Meer haben russische Rettungskräfte weitere Opfer und Wrackteile der Unglücksmaschine vom Typ Tupolew Tu-154 geborgen. Von über 1500 unter Wasser entdeckten Trümmerteilen seien knapp 600 bereits gehoben worden, sagte ein Vertreter der Sicherheitsbehörden am Mittwoch. Am Donnerstag könnten erste Auswertungsergebnisse der Flugschreiber öffentlich gemacht werden, meldete die Agentur Interfax unter Berufung auf Quellen im Katastrophenstab.

Die Passagiermaschine des Militärs war am Sonntag auf dem Flug nach Syrien vor dem südrussischen Ferienort Sotschi abgestürzt. Alle 92 Menschen an Bord kamen ums Leben, darunter Dutzende Sänger des berühmten Alexandrow-Armeechores. Bis Mittwochmittag Ortszeit seien 15 Leichen und 239 Leichenteile gefunden worden, meldete Interfax unter Berufung auf präzisierte Angaben des Verteidigungsministeriums.

Die Flugschreiber der Tupolew wurden in einem Militärinstitut in Ljuberzy bei Moskau ausgewertet. Erste Daten deuteten auf ein Versagen der Flügelklappen hin, mit denen Steig- oder Sinkflug reguliert werden, sagte der ungenannte Vertreter des Katastrophenstabes. Es könne sein, dass die Piloten in dieser Lage falsch reagiert hätten. Russische Ermittler gehen von technischem Versagen oder einem Pilotenfehler als Unglücksursache aus, die Vermutung eines Anschlags haben sie mehrfach zurückgewiesen.

Staatstrauer in Russland: Experten rätseln über Ursache für Tupolew-Asturz

Staatstrauer in Russland

Experten rätseln über Ursache für Tupolew-Asturz

Mit Blumen und Kerzen gedenken die Russen der Toten des Flugzeugabsturzes nahe Sotschi. Gesucht wird nun nicht nur nach Wrackteilen und Opfern, sondern auch nach der Ursache: Ein Pilotenfehler? Technisches Versagen?

Mehrere russische Medien zitierten eine angebliche Sprachaufzeichnung aus dem Cockpit, die auf Probleme mit dem Höhenruder hindeuten könnte. „Die Flügelklappen, verdammt! Kapitän, wir stürzen ab!“, gab das Boulevardblatt „Komsomolskaja Prawda“ die Worte wieder. Eine offizielle Bestätigung für die Echtheit der Zitate gab es aber nicht.

In Moskau soll am Donnerstagabend ein Gedenkkonzert für die Opfer stattfinden. Dabei wird Stardirigent Waleri Gergijew das Requiem von Giuseppe Verdi leiten. Er war Angang Mai mit seinem Orchester in einer Tupolew des Verteidigungsministeriums zu einem Konzert in die syrische Stadt Palmyra geflogen.

Von

dpa

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

29.12.2016, 14:58 Uhr

@ALLE

Gott sei Dank fällt der 1.Januar dieses Jahr auf einen Sonntag,stellt Euch vor es wäre Montag, dann könnte man wieder einen Tag weniger kommentieren. :(
Der erste Feiertag, 26. Dez., war doch schon fürchterlich. :(
Am schönsten ist es, wenn Heiligabend an einem Freitag ist :)

"Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

@ Herr Hoffmann

ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

"Herr Fritz Porters23.12.2016, 12:25 Uhr
Liebe komödiantische Kommentatorengemeinde,

es ist mal wieder ein Fest wie lustig hier kommentiert wird ...was wäre mein Tag ohne diese wunderbaren Geistesblitze, die hier gepostet werden. Herrlich :-)"


@Porters

VIELEN DANK Herr Porters,
es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
Schön das Sie das zu schätzen wissen.

Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
Paff, von Horn, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke, Ebsel, Dirnberger....

ohne sie wäre ich hier sehr einsam !

Aber besonders erwähnen möchte einen, der wirklich den ganzen Tag, und damit meine ich von morgens bis abends, aber auch wirklich jeden Artikel kommentiert (er ist fleisiger als ich), und auch die meisten Artikel mehrmals kommentiert.....

das ist unser geliebter

SPIEGEL

Danke

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×