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12.01.2011

04:33 Uhr

Flut in Australien

Lage in Brisbane verschärft sich dramatisch

In der australische Millionenstadt Brisbane jagt eine Hiobsbotschaft die nächste. Der Brisbane River rauscht mit noch mehr Hochwasser durch die Innenstadt als befürchtet. Ein Kind starb bisher in den Fluten. Das kommerzielle Leben steht still.

Reißende Fluten: Der Brisbane river jagt durch die Innenstadt. Quelle: Reuters

Reißende Fluten: Der Brisbane river jagt durch die Innenstadt.

HB SYDNEY/BRISBANE. Die Zahl der bei den Überschwemmungen in Australien ums Leben gekommenen Menschen ist auf zwölf gestiegen. Wie die Ministerpräsidentin des betroffenen Bundesstaates Queensland, Anna Bligh, am Mittwoch weiter mitteilte, werden 67 Menschen vermisst. Sie gehe davon aus, dass die Zahl der Toten weiter steige.

Die Lage in der Millionenmetropole Brisbane verschärfte sich über Nacht dramatisch. Der Brisbane River, der mitten durch die Stadt führt, schwoll noch weiter an als erwartet, und die Stadtverwaltung rief Einwohner in den unmittelbaren Gefahrenzonen auf, in höher gelegene Gebiete zu flüchten. Das kommerzielle Leben ist praktisch zum Stillstand gekommen.

Die Behörden rechnen mit den schlimmsten Überschwemmungen, die die drittgrößte Stadt Australiens je erlebt hat. Fast 20 000 Häuser dürften betroffen sein, schätzt Bürgermeister Campbell Newman.

Ministerpräsidentin Bligh rief Menschen, die auf höherem Grund leben, auf, Flüchtlinge aufzunehmen.

Der Brisbane River rast nach den verheerenden Regenfällen im Hinterland mit tödlicher Geschwindigkeit durch sein Flussbett und ist an zahlreichen Stellen bereits über die Ufer getreten. Das erste Todesopfer war ein vierjähriger Junge, der aus einem Rettungsboot fiel, berichteten die Medien. Die Fluten reißen Motorboote, Segeljachten, Autos, Stege und Container mit, die in Ufernähe stehen.

Nachdem die Leute, die noch aus der Stadt wollten, am Dienstag kilometerlange Staus und Verkehrschaos verursacht hatten, rief Newman alle auf, deren Häuser nicht in der Gefahrenzone sind, zu Hause zu bleiben. „Nur, wenn Ihre Arbeit für das Überleben der Stadt wichtig ist, brauchen wir Sie jetzt - wenn Sie zum Beispiel dafür sorgen, dass die Supermarktregale voll bleiben oder die Tankstellen versorgt werden.“

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