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15.10.2011

11:43 Uhr

Flut in Thailand

Zwei Meter Hochwasser in Bangkok

Jetzt haben die schweren Überschwemmungen auch das Zentrum der thailändischen Hauptstadt Bangkok erreicht. Bis zu 2,30 Meter sollen die Fluten in einigen Straßen stehen. Schon jetzt sind die wirtschaftlichen Schäden immens.

Mehr als zwei Meter stehen die Fluten in einem Bangkoker Vorort. Ein Junge versucht hier, sein Geld trockenzuhalten. AFP

Mehr als zwei Meter stehen die Fluten in einem Bangkoker Vorort. Ein Junge versucht hier, sein Geld trockenzuhalten.

BangkokAm Samstag waren Teile der Innenstadt überschwemmt, wie das staatliche Fernsehen NBT berichtete. In der Millionenmetropole herrschte die höchste Alarmstufe. Thailands Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra versicherte erneut, dass Bangkok gut gegen die Fluten gerüstet sei: „Die Hochwasserschutzwände sind nun eingerichtet“, sagte sie in einer Radioansprache. Die Schutzdämme aus Sandsäcken sollten von 2,50 Metern auf drei Meter erhöht werden, wie Bangkoks Gouverneur Sukhumphand Paribatra anordnete.

Es ist die schwerste Flut in Thailand seit 50 Jahren. Ausgelöst wurde sie durch heftigen Monsunregen. Zunächst die selbsterrichteten Dämme und Schutzwälle aus Sandsäcken den Wassermassen noch standgehalten. Auch eine vier Kilometer lange Hochwassersperre in der nahe gelegenen Provinz Pathum Thani wurde nicht überflutet.

Flut erreicht Bangkok

Video: Flut erreicht Bangkok

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Weitere Risiken gehen vor allem von den überfluteten Regionen im Norden aus, die den Fluss Chao Phraya bereits enorm anschwellen ließen. Der Chao Phraya fließt auch durch Bangkok. Bis zuletzt hatte die Ministerpräsidentin die Menschen in der Hauptstadt aufgefordert, Bangkok wenn möglich zu verlassen. Diesem Aufruf kamen wenige nach. Stattdessen deckte sich ein Großteil der zwölf Millionen Einwohner Bangkoks mit Wasservorräten und Nudeln ein, um sich auf problematische Versorgungslagen vorzubereiten.

Bangkok ist das wirtschaftliche Herz Thailands. Dort werden 41 Prozent des Bruttoinlandsprodukts der zweitgrößten Volkswirtschaft Südostasiens erzeugt. Seit Ende Juli sind mindestens 289 Menschen durch die heftigen Regenfälle und Überschwemmungen ums Leben gekommen. Der verursachte Schaden beläuft sich bereits auf rund drei Milliarden Dollar. Rund ein Drittel des Landes steht derzeit unter Wasser.

Kommentare (1)

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Eddie

15.10.2011, 12:36 Uhr

Ente oder Luege? Ich bin hier in Bangkok, war soeben beim Fluss, (nahe der Thammsat-Uni) es gibt hier ueberhaupt keine Ueberschwemmung. Was soll der Unsinn?

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