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02.01.2014

12:52 Uhr

Forschungsschiff im Packeis

Antarktis-Rettung per Hubschrauber abgeschlossen

Erst Hiobsbotschaft, nun positive Überraschung: Die Wetterlage hat eine Rettungsmission für das im Eis eingeschlossene Forschungsschiff „Shokalskiy“ ermöglicht. Der Hubschraubereinsatz ist rundum geglückt.

Gefangen im Eis

Rettung in Sicht

Gefangen im Eis: Rettung in Sicht

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SydneyIn der Antarktis ist nach einer Reihe von Passagieren des von Eis umschlossenen Forschungsschiffs inzwischen auch der Leiter der Expedition per Helikopter gerettet worden. „Wir haben es auf die "Aurora Australis" geschafft. Ein dickes Dankeschön an die Chinesen und das australische Antarktisprogramm“, twitterte Chris Turney am Donnerstag. Damit sind alle 52 Passagiere erfolgreich evakuiert worden.

Nach anfänglicher Sorge über die Tragfähigkeit des Eises für die Landung des Hubschraubers war die Rettungsaktion am Abend (Ortszeit - 08.00 MEZ) angelaufen. Der chinesische Hubschrauber landete neben der „MV Akademik Shokalskiy“ und die Passagiere stiegen in Gruppen von bis zu zwölf an Bord. Er flog sie gut 20 Kilometer weit und setzte sie nach Angaben der australischen Seesicherheitsbehörde (Amsa) auf einer Eisscholle in der Nähe des australischen Eisbrechers „Aurora Australis“ ab. Von dort kletterten sie an Bord.

Das Forschungsschiff, das unter russischer Flagge fährt, ist seit Weihnachten rund 2800 Kilometer südlich von Hobart in Australien von Eis umschlossen. Eisbrecher hatten vergeblich versucht, ihr einen Weg auf das offene Meer zu bahnen.In der Antarktis hat bei blauem Himmel und bestem Wetter die Rettung der tagelang im Eis eingeschlossenen Wissenschaftler und Touristen begonnen. Ein Hubschrauber des nahe gelegenen Eisbrechers „Snow Dragon“ landete am Donnerstag in der Nähe der „MV Akademik Shokalskiy“ auf dem Eis, wie auf einem Video zu sehen war, das Expeditionsleiter Turney veröffentlichte.

In dem Video waren Passagiere zu sehen, die über das Eis zum Hubschrauber liefen, um an Bord zu gehen. Der Hubschrauber sollte alle 52 Passagiere in Gruppen von bis zu zwölf Leuten abholen. Der australische Eisbrecher „Aurora Australis“ will die Leute an Bord nehmen. Die 22-köpfige Besatzung soll zunächst auf dem Schiff im Eis zurückbleiben.

Die australische Behörde für Seesicherheit koordiniert die Rettungsaktion. Sie hatte am Morgen mit den Vorbereitungen begonnen, die Mission dann aber zunächst abgebrochen. Das Eis sei an entscheidender Stelle für den Hubschrauber nicht tragfähig, hatte es geheißen. Die Bedingungen verbesserten sich aber innerhalb weniger Stunden. Die „Shokalskiy“ sitzt seit Weihnachten fest.

In der Nacht hatte es tatsächlich noch geheißen, die geplante Hubschrauberrettung verzögere sich weiter. „Es ist jetzt unwahrscheinlich, dass die Rettung heute erfolgt“, erklärte die Behörde Den Leuten an Bord der fest sitzenden „MV Akademik Shokalskiy“ gehe es gut, versicherte die Behörde. Es bestehe für niemand Gefahr.

Die Distanz zwischen dem festsitzenden Schiff und der „Snow Dragon“ beträgt rund 22 Kilometer. Vom Eisbrecher sollten die Leute dann per Boot vier Kilometer weiter zur „Aurora Australis“ gebracht werden. An diesem Teil des Rettungsplans scheiterte die Mission. „Wegen der Eisverhältnisse kann die Barkasse der "Aurora" die "Snow Dragon" nicht erreichen“, teilte die Behörde mit. „Der Hubschrauber kann aus Gründen der Tragfähigkeit nicht auf der "Aurora" landen, und es ist auch nicht sicher genug, damit neben der "Aurora zu landen.“ An Bor der chinesischen „Snow Dragon“ können die Expeditionsteilnehmer offenbar nicht bleiben.

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