Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

26.01.2007

13:06 Uhr

Fracht von der „MSC Napoli“

Britische Strandräuber zeigen Reue

Drei britische Strandräuber, die kürzlich angeschwemmte Container des verunglückten Frachters „MSC Napoli“ plünderten, haben Reue bewiesen: Sie meldeten sich bei der Zeitung „Daily Telegraph“, um sich öffentlich zu entschuldigen und ein entwendetes Porzellangeschirr den schwedischen Eigentümern zurückzugeben.

Die gestrandete Napoli

Die gestrandete Napoli

HB LONDON. „Ich wünschte, wir hätten das nie getan“, sagte einer der drei jungen Bauarbeiter der Zeitung. Das Ehepaar Anita und Jan Bokdal war zur Versöhnung bereit: „Wenn sie erkennen, dass sie etwas falsch gemacht haben, akzeptieren wir die Entschuldigung.“ Derweil haben andere Strandräuber Gegenstände aus dem Hausrat der Bokdals anonym zurückgegeben. Sie stellten Champagnergläser und ein Gemälde, das einen Leoparden zeigt, vor einem Dorfpub ab - mit der schriftlichen Bitte, die Sachen zurückzugeben.

Die Bokdals hatten das Porzellan-Service, ein Hochzeitsgeschenk, sowie Bilder und Einrichtungsgegenstände aus ihrer Stockholmer Wohnung mit der „Napoli“ zur Ausstattung ihres Weinguts nach Südafrika geschickt. Der Frachter strandete in Folge des Orkans „Kyrill“ vor der südenglischen Küste. 200 der 2 400 Container rutschten von Bord und wurden an Land gespült, wo sie in den vergangenen Tagen von Tausenden geplündert wurden.

Aus den „Napoli“-Containern waren allerdings weit mehr Güter - darunter Luxus-Motorräder und teure Weine - entwendet worden, die bislang noch „verschwunden“ sind. Nach britischem Recht müssen mitgenommene Wertgegenstände vom Strand innerhalb von 28 Tagen bei den Behörden gemeldet werden. Nur wenn die Besitzer ausdrücklich zustimmen, dürfen die „Finder“ ihre Beute behalten.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×