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06.10.2012

14:17 Uhr

Frankreich

Ein Toter bei Anti-Terror-Einsatz

Blutiger Ausgang einer Razzia gegen Islamisten in Frankreich. In Straßburg wird ein Verdächtiger erschossen. Mehrere Männer werden festgenommen. Planten sie Anschläge? Bisher gibt es nur Hinweise.

Das Haus in Straßburg, in dem der Anti-Terror-Einsatz stattfand. AFP

Das Haus in Straßburg, in dem der Anti-Terror-Einsatz stattfand.

ParisBei einem großangelegten Anti-Terror-Einsatz hat die französische Polizei am Samstag einen Mann erschossen und zehn weitere festgenommen. Der Mann habe sich in Straßburg seiner Festnahme widersetzt und das Feuer auf die Polizei eröffnet, erklärte die Staatsanwaltschaft der elsässischen Stadt dem Nachrichtensender France Info. Der Mann sei erschossen worden. Über Identität und Herkunft des Toten lagen zunächst keine weiteren Informationen vor.

Drei Polizisten seien bei dem Schusswechsel leicht verletzt worden, berichtete die Regionalzeitung „Les Dernières Nouvelles d'Alsace“ auf ihrer Website. Der Mann im Alter zwischen 30 und 40 Jahren habe das Feuer auf die Beamten eröffnet, als sie das Gebäude betreten wollten, in dem er wohnte. Ein Beamter sei an Kopf und Brust getroffen worden, doch hätten sein Helm und seine kugelsichere Weste schlimmere Verletzungen verhindert. Die Partnerin des Mannes sei festgenommen worden.

Im Großraum Paris und in Cannes wurden zwei Männer festgenommen, die zur radikalislamischen Szene der Salafisten zählen sollen. Zumindest einige der zehn Festgenommenen hätten eine Liste mit Anschlagszielen gehabt, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Polizeikreise. Es sei jedoch unklar, ob es konkrete Planungen gegeben habe oder nur Gespräche.

Die Razzia in mehreren Landesteilen stand den Berichten zufolge in Zusammenhang mit einem antisemitischen Angriff auf einen Laden für koschere Waren im Pariser Vorort Sarcelles. Am 19. September hatten zwei Unbekannte einen leichten Sprengsatz in den Laden geworfen; dabei war eine Person verletzt worden. Interessenverbände der französischen Juden hatten damals die Überzeugung geäußert, dass der Angriff mit der Empörung in der islamischen Welt über die Veröffentlichung des Schmähvideos „Die Unschuld der Muslime“ über den Propheten Mohammed im Internet in Zusammenhang stehe.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Dr_Kurt

06.10.2012, 15:57 Uhr

Nizza ist quasi das französische Malmö. Daher braucht man um die Herkunft des Erschossenen keine großartigen Rätsel spinnen.

Waldi_der_Wachhund

06.10.2012, 17:00 Uhr

Der Bengel kann sich jetzt warm machen! Denn als einer, der auf dem Weg Allahs den Löffel abgeben musste, stehen ihm jetzt 72 Jungfrauen zu und die wollen alle gleich versorgt werden! Waldi der Wachhund

Erich-Schlapphut

06.10.2012, 18:09 Uhr

Würde mal vermuten es wird alles unternommen damit die Sympathisanten der Terroristen ruhig bleiben,
der Polizist der geschossen hat wird suspendiert und die verletzten Polizisten bekommen eine Abmahnung
weil sich taktisch unklug verhalten haben? Man hätte die Terroristen ja höflich bitten können die Waffen beiseite zu legen.

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