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11.06.2013

10:06 Uhr

Frankreich

Lufthansa muss 175 Flüge streichen

Ein Fluglotsenstreik in Frankreich hat zum Ausfall von rund 1.800 Flügen geführt. Auch die Lufthansa war davon betroffen. Insgesamt wird die Lage jedoch als „recht ruhig“ beschrieben.

Flugzeuge der Lufthansa-Flotte am Boden. dpa

Flugzeuge der Lufthansa-Flotte am Boden.

ParisWegen eines Flutlotsen-Streiks sind am Dienstag in Frankreich 1.800 Flüge gestrichen worden. Die Lage an den Flughäfen sei dennoch „allgemein recht ruhig“, erklärte die Behörde für Zivilluftfahrt DGAC in Paris: Die Fluggesellschaften hätten ihre Vorkehrungen getroffen. Die gestrichenen Flüge machen den Angaben zufolge rund ein Viertel der normalerweise täglich 7.650 Flüge in Frankreich aus.

Die Behörde hatte die Fluggesellschaften aufgefordert, ihre Flüge von Dienstag bis Donnerstag an den Flughäfen von Roissy und Orly in Paris sowie in Lyon, Nizza, Marseille, Toulouse und Bordeaux um 50 Prozent zu reduzieren. Auch andere Flughäfen sind betroffen, darunter die von Montpellier und Perpignan in Südfrankreich. Diese beiden seien „derzeit geschlossen“, teilte die DGAC weiter mit.

Der Streik der Fluglotsen führt auch bei der Lufthansa zu massiven Flugausfällen. Das Unternehmen strich bis einschließlich Donnerstag 174 Verbindungen, wie aus einer im Internet veröffentlichten Liste hervorgeht. Für den Freitag wurde bislang nur eine Verbindung von Lyon nach München abgesagt. Am Dienstag waren 70 Flüge betroffen. Lufthansa informiert die registrierten Passagiere per Mail und SMS. Zudem sollten die Fluggäste sich auf der Homepage über den Status ihres Fluges informieren.

Von Dienstag bis Donnerstag hat die unabhängige Fluglotsen-Gewerkschaft SNCTA zum Streik aufgerufen. Sie hat nach eigenen Angaben unter den Mitarbeiter der Branche die Mehrheit. Andere Gewerkschaften wollten nur am Mittwoch streiken. Hintergrund der Arbeitsniederlegungen sind befürchtete Auswirkungen der europäischen Luftfahrt-Politik. Insbesondere das Projekt eines Einheitlichen Europäischen Luftraums (EEL) wird kritisiert, das zum Ziel hat, den Luftraum über Europa über nationale Grenzen hinweg in größere und damit effizientere Bereiche zusammenzufassen.

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