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15.11.2013

17:28 Uhr

Frankreich

Mörder verspeist Herz und Zunge seines Opfers

Es klingt wie die Handlung eines Horror-Films: Ein 26-jähriger Franzose tötet einen 90-Jährigen – und verspeist anschließend Zunge und Herz des Opfers. Bei der Vernehmung gab er an, Stimmen hätten ihn zur Tat gedrängt.

Polizisten stehen vor dem Haus des Opfers in dem kleinen Dorf Nouilhan im Département Hautes-Pyrénées. AFP

Polizisten stehen vor dem Haus des Opfers in dem kleinen Dorf Nouilhan im Département Hautes-Pyrénées.

ParisEin offensichtlich geistig verwirrter Mann hat im Südwesten Frankreichs einen 90-Jährigen erschlagen und danach Zunge und Herz seines Opfers aufgegessen. Der junge Obdachlose gab bei seiner Vernehmung als Grund für die Tat an, er habe Stimmen oder Anweisungen gehört, wie am Freitag aus Justizkreisen verlautete.

Der 26-Jährige war den Angaben zufolge am Donnerstagabend in das Haus des alten Mannes in dem kleinen Dorf Nouilhan im Département Hautes-Pyrénées eingedrungen. Mit einem Werkzeug aus Metall habe er dem 90-Jährigen den Schädel eingeschlagen und anschließend den Leichnam in Brand gesteckt. Herz und Zunge schnitt der junge Mann demnach heraus, um sie zu kochen und zu essen. Die Ermittler fanden später die verbrannte Leiche des Opfers und ein Stück gekochtes Fleisch auf einem Teller mit Bohnen.

Der Obdachlose steckte zuletzt das Haus des alten Mannes in Brand. Einer der beiden Söhne des Opfers, die in der Nähe ihres Vaters wohnten, wurde auf die Flammen aufmerksam. Der Täter versuchte noch einen zweiten Dorfbewohner anzugreifen, dem er die Schulter zerschmetterte, konnte dann aber von der Polizei festgenommen werden. Womöglich konnten dadurch weitere Bluttaten verhindert werden, denn der 26-Jährige hatte in der Zwischenzeit ein Jagdgewehr in einem anderen Haus an sich gebracht.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft von Tarbes war der Mann bei seiner Festnahme „sehr ruhig, nicht aggressiv“. Nun wird ein psychiatrisches Gutachten erstellt. Nach ersten Erkenntnissen gab es keinerlei Verbindung zwischen dem Täter und seinen Opfern. Der junge Mann, der sich selbst als Obdachloser bezeichnete, war zuvor offenbar zwei bis drei Tage ohne Schlaf umhergeirrt.

2007 hatte ein Fall von Kannibalismus in Frankreich für viele Schlagzeilen gesorgt. Damals hatte in Rouen in der Normandie ein Häftling einen Zellengenossen getötet und Teile der Lunge gegessen. In Deutschland wurde 2001 der „Kannibale von Rotenburg“ bekannt, weil er einen Ingenieur aus Berlin getötet und teilweise gegessen hatte.

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

15.11.2013, 18:48 Uhr

Zitat : Mörder verspeist Herz und Zunge seines Opfers

- ob das HB darüber berichten muß ?

Ist es nicht ein Artikel für die Gelben....?

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