Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

23.07.2015

10:46 Uhr

Franz-Peter Tebartz-van Elst

Bistum Limburg verlangt Schadensersatz in Millionenhöhe

Einem Medienbericht zufolge könnte der skandalumwitterte Bischofssitz in Limburg Franz-Peter Tebartz-van Elst nicht nur sein Amt, sondern auch 3,9 Millionen Euro kosten. Das Bistum fordert Wiedergutmachung.

Der ehemalige Bischof soll zahlen – entscheiden muss der Vatikan. dpa

Franz-Peter Tebartz-van Elst

Der ehemalige Bischof soll zahlen – entscheiden muss der Vatikan.

LimburgDas Bistum Limburg dringt einem Medienbericht zufolge nach dem Finanzskandal um den Bischofssitz auf Schadenersatz. „Der vom Papst eingesetzte Administrator Manfred Grothe hat im Vatikan mehrfach die Forderung nach materieller Wiedergutmachung vorgebracht“, sagte Bistumssprecher Stephan Schnelle der Zeitung „Bild“ (Donnerstag). „Jetzt muss der Papst entscheiden.“

Das insgesamt 31,3 Millionen Euro teure Bauprojekt hatte einen Schaden von mindestens 3,9 Millionen Euro verursacht. Diese Summe habe der Bischöfliche Stuhl etwa wegen nachträglicher Umbauten abschreiben müssen, berichtete das Bistum Ende April bei der Vorstellung der Jahresabschlüsse für 2012 und 2013.

Wegen des Finanzskandals um die Residenz und Kritik an seinem Führungsstil hatte Franz-Peter Tebartz-van Elst im März 2014 sein Amt als Bischof von Limburg verloren. Ob dieser für den Verlust allein verantwortlich ist, soll der „Bild“ zufolge ein kirchenrechtlicher Prozess klären.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×