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12.04.2012

21:30 Uhr

Französische Atomanlage

Atomaufsicht ermahnte Kraftwerk-Betreiber

Die Atomaufsicht hatte den Betreiber der Aufarbeitsanlage in La Hague schon im Februar zur Einhaltung der Brandschutzbestimmungen ermahnt. Nach dem Unglück ist das Atomkraftwerk Penly noch nicht wieder angefahren.

In dem Atomkraftwerk Penly war bei einem Brand radioaktives Wasser ausgetreten. AFP

In dem Atomkraftwerk Penly war bei einem Brand radioaktives Wasser ausgetreten.

ParisFrankreichs Atomaufsicht (ASN) hat den Betreiber der atomaren Aufarbeitsanlage in La Hague zur Einhaltung der Brandschutzbestimmungen ermahnt. Bei einem Überraschungsbesuch am 16. Februar habe ein ASN-Team an drei Arbeitsplätzen Nachlässigkeiten beim Umgang mit Feuer entdeckt, berichtete die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag.

Auf ihrer Website betonte die ASN in einer Erklärung, sie habe dem Betreiber der Anlage daher zur Abstellung der Mängel eine Frist von 15 Tagen gesetzt. Die Behörde führt nach eigenen Angaben jährlich etwa 50 Inspektionen in La Hague durch.

Unter Berufung auf einen Repräsentanten des Atomkraftwerks Penly berichtet AFP zudem, dass der nach einem Feuer abgeschaltete Reaktor des ebenfalls am Ärmelkanal gelegenen AKW noch nicht wieder angefahren sei. Voraussetzung sei eine ASN-Genehmigung, die erst nach eingehender Analyse des Zwischenfalls in der vergangenen Woche zu erwarten sei.

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Der Schaden soll behoben worden sein - ohne Auswirkungen auf die Umwelt.

Der Betreiber EDF hatte kurz nach dem Löschen zweier kleinerer Brandherde und dem Austritt radioaktiven Wassers Entwarnung gegeben. Die ASN hat den Zwischenfall nach einer Inspektion vorerst mit der niedrigsten Stufe 1 klassifiziert. Der betroffene Reaktor war nach dem Feueralarm automatisch gestoppt worden.

Von

dpa

Kommentare (1)

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vandale

13.04.2012, 00:09 Uhr

Der Umgang der Aufsichtsbehörden Frankreichs mit den Betreibern der umweltfreundlichen Kernkraftwerke (EDF) war bislang ähnlich wie in Japan sehr entspannt.

Da gemäss Murphy passiert was passieren kann würde ich mich nicht wundern wenn der nächste Kernenergieunfall entweder in Indien, oder in Frankreich stattfindet.

Dann stellt sich die Frage ob die Oeffentlichkeit eine derartige Angelegenheit sachlich btrachtet, in Japan war der Schaden abseits einer phantasievollen Medienberichterstattung gering, oder zu einem Amoklauf analog Deutschlands antritt.

Sehr wahrscheinlich ist es jedoch besser wenn die Aufsichtsbehörden künftig mehr Zähne zeigen, auf einer intensiven Pflege und Modernisierung der KKW bestehen und damit die Wahrscheinlichkeit eines Auftretens eines Unfalls vermindern.

Vandale

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