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06.06.2012

15:30 Uhr

Für Skifreunde

Zugspitzgletscher wird „sommerfest“ gemacht

Der Klimawandel lässt Gletscher schmelzen - und gefährdet Skigebiete. An der Zugspitze werden Pisten im Sommer mit Planen vor Sonne und Regen geschützt. Zum Erhalt der Gletscher insgesamt hilft das allerdings nicht.

Arbeiter spiegeln sich in einer Sonnenbrille, während sie den Gletscher mit einer Plane abdecken. dapd

Arbeiter spiegeln sich in einer Sonnenbrille, während sie den Gletscher mit einer Plane abdecken.

Garmisch-Partenkirchen/InnsbruckDeutschlands einziges Gletscherskigebiet an der Zugspitze wird sommerfest gemacht. Mit weißen Planen deckten Helfer der Bayerischen Zugspitzbahn am Mittwoch 500 bis 600 Quadratmeter der Hochfläche ab, um Eis und Schnee zu schützen. Auch in den österreichischen Gletscherskigebieten sollen Planen das wertvolle Weiß vor dem Tauen bewahren. Zum Erhalt der vom Klimawandel bedrohten Gletscherwelt trägt dies aber nicht messbar bei, wie Studien ergaben.

Die abgedeckte Fläche an der Zugspitze ist kleiner als sonst, denn das Gebiet an dem 2962 Meter hohen Berg profitiert noch vom schneereichen Winter. „Wir können viel durch gesammelten Schnee schützen“, sagte die Sprecherin der Zugspitzbahn, Verena Lothes. Der Schnee aus Depots werde mit Pistenraupen auf dem Gletscher verteilt. Noch jetzt türmt sich auf Deutschlands höchstem Berg der Schnee 3,60 Meter hoch. „Das ist viel für die Jahreszeit.“ Die Planen decken einen Bereich um einen Felsen ab. Der dunkle Stein heizt sich besonders auf, so dass das Eis dort stark tauen würde. Auch den Regen sollen die Planen abhalten.

Experten befürchten, dass der Zugspitzgletscher bald - vielleicht schon in zwei Jahrzehnten - ganz verschwinden könnte. Die Schutzmaßnahmen sollen das hinauszögern. „Wir sehen es als unsere Aufgabe, diesen Gletscher zu schützen“, sagt Lothes. „Wir wollen natürlich auch das Skigebiet solange wie möglich erhalten.“

Um das Schmelzen des Gletschers hinaus zu zögern, werden auf einem Felskopf mehrere Planen befestigt. dpa

Um das Schmelzen des Gletschers hinaus zu zögern, werden auf einem Felskopf mehrere Planen befestigt.

Am Hintertuxer Gletscher mit seinem Sommerskigebiet werden 7 Hektar von 270 Hektar Pistenfläche mit speziell entwickelten Fleecebahnen abgedeckt, sagt Sprecherin Sarah Moser. „Man deckt neuralgische Stellen ab, Lifteinstiege und Liftausstiege.“ Damit könne im Herbst der Skibetrieb schneller starten. Ähnliche Maßnahmen gebe es auch in anderen Gletscherskigebieten in Tirol.

Planen sind freilich kein geeignetes Mittel zum Schutz von Gletschern an sich. „Es gibt Untersuchungen, dass der Einfluss der Maßnahmen auf die Gletscher insgesamt nicht messbar ist“, sagt der Innsbrucker Glaziologe Martin Stocker-Waldhuber von Institut für Gebirgsforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. „Es geht nicht um den Gletscher selber, es geht um den Skibetrieb.“ Im Fokus seien etwa Übergänge zu Liftstationen, die ohne Eis nicht mehr erreichbar wären. An manchen dieser exponierten Stellen sei es sogar gelungen, Gletschermasse wieder aufzubauen.

Naturschützer sehen die Maßnahmen skeptisch. „Das ist, wie wenn man einem Krebskranken ein Pflaster auf eine kleine Wunde klebt. Es ändert nichts an den Ursachen der Klimawandels und der generellen Gefährdung des Gletscher“, sagt Christine Margraf vom Bund Naturschutz in Bayern. Die Maßnahmen könnten den Gletscherrückgang nicht aufhalten, sondern höchstens punktuell verlangsamen. „Wenn sie für den Gletscher wirklich etwas tun wollten, sollten sie mit dem Skibetrieb sorgsamer umgehen.“

Von

dpa

Kommentare (1)

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Thomas

06.06.2012, 17:59 Uhr

Was es nicht alles gibt.
Planen zum abdecken der Gletscher, die vermeintlich am Klimawandelkrebs, genauer gesagt am Menschen gemachten klimawandel Krebs leiden.
Wie dem auch sei, im Herbst wird der Skibetrieb früher starten das ist Fakt.
Und genauso ist Fakt das es keinen Klimawandel (dieser ist definiert als Menschen gemacht)gibt.
Es gab aber immer schon Klima variationen.
Und genau dieser Klimavariation entstammt die Warmphase die wir durchlebt haben.
Haben, ja haben, denn diese Warmphase neigt sich dem Ende zu.
Dipl. Phys. Dr. Horst Borchert Mainz, den 21 November 2009
Physikdirektor a.D.
Lehrbeauftragter am
Geographischen Institut der Johannes Gutenberg - Universität Mainz

Die Globale Wärmeperiode wurde durch Sonnenaktivität
verursacht und neigt sich dem Ende zu
Horst Borchert

Und auch deswegen werden wir wieder früher Skifahren gehen können.
in zukunft auch wieder im Schwartzwald.

MFG ihr Klimawandel Gläubigen.

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